Aulbrücke – Vorbild für eine schnelle Lösung

Bis zum Jahre 2010 soll die neue Aulbrücke fertig gestellt sein. Dies ist jedenfalls die zeitliche Perspektive, die bisher von der Verwaltung ausgegeben wurde. Müssen wir wirklich so lange warten? Die Bürgerinnen und Bürger der Weismark sind mit dieser Aussicht jedenfalls überhaupt nicht einverstanden.
Denn nach wie vor ist dieser Trierer Stadtteil nicht sonderlich gut mit dem Bus an Trier-Süd angebunden. Die angebotene Kleinbus-Lösung (Linie 9) ist für die Busnutzer offenbar nur ein schwacher Trost. Dies wurde mir bei mehreren Gesprächen deutlich, die ich mit der Bürgerinitiative „Busanbindung Weismark“ in der Zwischenzeit geführt habe. Der Bus ist einfach zu klein und unbequem. Es hilft also nur Eines: Die Aulbrücke muss so schnell wie nur irgend möglich neu gebaut und für den Busverkehr freigegeben werden.
Wie schnell eine neue Brücke tatsächlich errichtet werden kann, wenn man nur will, wurde jüngst in der Zuckerbergstraße bewiesen:

Behelfsbrücke Zuckerbergstraße

 

Ruck, zuck, wurde dort innerhalb von wenigen Stunden eine Behelfs-Brücke mit Stahlträgern errichtet, die ohne weiteres sogar schwere Linienbusse tragen kann. Die (provisorische) Brücke überspannt einen Graben, der dort ausgehoben worden war, um eine Unterführung zwischen neuem Parkhaus und Einkaufszentrum zu bauen. Teuer dürfte diese Lösung auch nicht gewesen sein. Ein Vorbild also für die Aulstraße? Ich meine ja! Sicher kein schönes Provisorium, auch ein solches, das wahrscheinlich etliche Jahre lang halten muss, aber immer noch viel besser als die jetzige Lösung, die auch immer wieder zu Verkehrsunfällen führt. Technisch möglich müsst eine solche Lösung sein, denn im Bauausschuss wurde dargestellt, dass die Lager der Brückenkonstruktion noch in Ordnung sind.
Die Stadtwerke haben mir gegenüber auch zwischenzeitlich signalisiert, dass sie darüber nachdenken könnten, die alte Linie 6 wieder einzuführen, wenn ein Befahren der Aulbrücke in absehbarer Zeit möglich wäre. Also, worauf warten wir noch?

Über Thomas Albrecht

Mitglied des Trierer Stadtrates.
Dieser Beitrag wurde unter Verkehr veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Aulbrücke – Vorbild für eine schnelle Lösung

  1. Roland sagt:

    Ja, der jetzige Zustand an der Aulbrücke ist wirklich unbefriedigend, nicht nur für die Bewohner der Weismark sondern auch alle anderen, die diesen Weg nehmen. Wobei es für die Autofahrer immerhin noch halbwegs erträglich ist. Sie müssen zwar – je nach Tageszeit – länger warten, können aber wenigstens drüberfahren.

  2. Die rote Zora sagt:

    Das ganze ist doch wie die Geschichte mit dem Südbad!
    Die Pläne zur Sanierung der Aulstrassenbrücke sind doch mindestens 20 Jahre alt. Ich erinnere mich an die, mittlerweile abgerissenen, besetzten Häuser in der unteren Aulstrasse. Die Strasse sollte mehrspurig ausgebaut und die anliegenden Kleingärten plattgemacht werden. Es war damals schon kein Geld da und jetzt kostet es das vielfache und man schreit wahrscheinlich nach Zuschüssen vom Land und hat wiedermal einen Schuldigen für die eigenen Versäumnisse gefunden. Eben Politik ala Trier. Ich hoffe das bald mal Schluß damit ist! Herr Albrecht, Sie sitzen mit Unterbrechung seit 18 Jahren im Stadtrat, das Problem der Aulstrassenbrücke kann Ihnen doch nicht neu sein!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.