Vorschlag für einen neuen „Blog-Impuls“

Der TV Blog sind ein interessantes Medium, das von vielen genutzt wird.

Leider ist zu befürchten, dass sich in letzter Zeit ein wenig Blog-Müdigkeit eingeschlichen hat. Viele bekannte Blogger, die noch vor Monaten sehr eifrig waren, haben ihre Tätigkeit weitgehend eingestellt. Viele Aktiven halten sich sehr zurück.
Ich schließe nicht aus, dass durch den Verzicht, die Beiträge im „Best of Blog“ an herausragender Stelle zu platzieren, dieser Effekt noch verstärkt wurde. Schließlich wurde der Schaffensdrang von Manchem durch die Aussicht, im Print-Medium zu landen, doch etwas beflügelt. Doch ich gebe zu: Oftmals war es doch eine gewisse Zumutung, auf jeden Fall einen Beitrag zur Veröffentlichung aussuchen zu müssen.

Jedenfalls meine ich, der TV-Blog könnte dringend einen neuen Schub gebrauchen.
Ich mache da mal einen (hoffentlich) konstruktiven Vorschlag.
Wir wäre es, wenn der TV speziell junge Schreiber/innen ansprechen würde. Einige sind ja hier schon sehr aktiv. Ich denke da an zum Beispiel an Journalistins Blog oder Krazy Blog
Vielleicht, nein sicher, gibt es noch mehr, die Interesse haben, sich hier ihre erste journalistischen Sporen hier zu verdienen. Mit ein bisschen Werbung im TV wäre da bestimmt etwas zu machen.
Diese junge Leute könnten dazu aufgefordert werden, Beiträge zu den verschiedensten Themen hier zu verfassen. Möglicherweise entwickelt sich da noch so der ein oder andere interessante Vorschlag für ein neues spannendes Thema. Als Belohung könnte eine Veröffentlichung im Print-TV winken (eventuell gegen ein wenig Zeilenhonorar?). Profitieren könnten von einem solchen neuen Impuls alle: Die jungen Schreiber/innen selbst, dieser Blog und Zeitungsausgabe.

Über Thomas Albrecht

Mitglied des Trierer Stadtrates.
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8 Antworten zu Vorschlag für einen neuen „Blog-Impuls“

  1. augur sagt:

    Wenn ich mir partyface so anschaue, so sind Jugendliche sehr kreativ auf ihre Art und eifrige Schreiber. Da wurde ein Nerv getroffen.

    Für mich hatte die prominente Plazierung der BOB auf Seite 2 der Printausgabe des TV nicht nur einen Anreiz sondern insbesondere die Berichte aus Ehrang zeigten auch Wirkung und brachten Veränderungen.

  2. sabina voice sagt:

    Mir fehlt der „BOB“ auch. Es haben mich schon Eltern daraufhin angesprochen, die keine online-user sind, sondern lieber die Zeitung gedruckt in der Hand halten. Sie haben meine Beiträge vermisst. Mich beschleicht jetzt das Gefühl, dass man mit dem Blattkritik-Blog die Inhalte der Blogs ein bisschen zu lenken versucht, weil man sie ja freitags unter einer Rubrik subsumieren will. Ich bin da ja eher ein Quer(-kopf)-denker und ziehe mein Konzept durch.Ich hätte es schöner gefunden, wenn man die einzelnen Blogger mit ihren spezifischen Themengebieten einmal in der Printausgabe vorgestellt hätte. Vielleicht würde das tatsächlich jemanden dazu bewegen, auch einmal „on“ zu gehen oder wie im Fall einer meiner Schüler, selbst zum Blogger zu werden.

  3. Roland sagt:

    Den Vorschlag finde ich gut. Allerdings hatte ich schon stets meine Zweifel daran, ob es sinnvoll ist, bestimmte Themen „vorzugeben“. Da dieser Vorschlag nun aber schon mehrfach gemacht wurde, will ich das mal aufgreifen. Setzen wir also mal ein Thema.

    Ob es was bringt, speziell junge Autoren anzusprechen… Ich denke, es würde wohl mehr bringen, junge Leute zu motivieren, die noch nicht bloggen, um so die Blogosphäre zu bereichern. Meine Erfahrung mit jungen Leuten, die beispielsweise Praktikum bei uns gemacht haben, ist aber auch, dass das Interesse an den Blogs eher gering ist. Keine Ahnung, warum. Daher lautet meine Einschätzung, dass dies für die Blogs eher kontraproduktiv wäre. Sprich: Das Interesse an der Arbeit für die Zeitung ist zwar groß, fürs Bloggen aber eher nicht.

    Augur hat schon Recht: Viele junge Leute sind schon (gerne) kreativ, der Schlüssel liegt dann wohl da, zu vermitteln, dass Bloggen kreativ ist.

    @sabinavoice: Die Rubrik am Freitag soll nicht nur einen Ausschnitt aus den Blogs die Woche über geben, womöglich noch zu einem Thema. Das machen wir natürlich auch, wie heute zum Beispiel zum Tema Karneval. Ich hatte es glaube ich in meinem Blog schon geschrieben. Wir wollen in der Rubrik auch Blogger vorstellen.

  4. Hermann Joda sagt:

    Hallo zusammen,

    ich blogge um ein Feedback zu erhalten,
    was mir leider kaum gelingt. Meine Beiträge sind wohl oftmals zu schräg und etwas wirre, das liegt wohl an der dünnen Luft auf meinem Heimatplaneten. Ob Jung ob Alt, Anerkennung ist doch oftmals der Antrieb von Schaffenskraft. In diese Richtung sollte man die Überlegungen lenken.

    Gruss aus dem All
    Hermann Joda mit dem Knall

  5. Lili sagt:

    Hallo zusammen,

    ich fühle mich von der Diskussion angesprochen da ich mich a) zu „jungen Leuten, die sich für Journalismus interessieren“ zähle und b) selbst über ein „eingeschlafenes“ Blog verfüge (Roland, du bist mein schlechtes Gewissen).

    Meine Meinung:
    Journalismus und Bloggen sind zwei verschiedene Paar Schuhe.
    Wer Journalist werden will und dieses Ziel ernsthaft verfolgt, für den gilt es auch irgendwann mit seinem Beruf Geld zu verdienen. Das gelingt (zumindest mir) nicht übers Bloggen, und „erste Sporen“ verdient man sich bei Leibe wesentlich härter: raus gehen, Termine machen, Geschichten aufstöbern, mit Menschen sprechen, sich der Kritik von erfahrenen Kollegen stellen.

    Dass heißt nicht, dass ich mich nicht für Blogs interessiere. Und in der Tat war mein Gedanke bei der Gründung des Fundbüros, dort kreativ und frei Themen zu veröffentlichen, die in keine Kategorie der gewerblich schreibenden Zunft paßt. Die Hindernisse oder Blogbremsen sind meiner Ansicht nach
    – nur begrenzt verfügbare Freizeit
    – anonymisierte Blogs und Kommentare, in denen sich stinkstiefelige Zeitgenossen arrogant oder agressiv auslassen.

    Gruß in die Runde

  6. Lili sagt:

    Hallo zusammen,

    ich fühle mich von der Diskussion angesprochen da ich mich a) zu „jungen Leuten, die sich für Journalismus interessieren“ zähle und b) selbst über ein „eingeschlafenes“ Blog verfüge (Roland, du bist mein schlechtes Gewissen).

    Meine Meinung:
    Journalismus und Bloggen sind zwei verschiedene Paar Schuhe.
    Wer Journalist werden will und dieses Ziel ernsthaft verfolgt, für den gilt es auch irgendwann mit seinem Beruf Geld zu verdienen. Das gelingt (zumindest mir) nicht übers Bloggen, und „erste Sporen“ verdient man sich bei Leibe wesentlich härter: raus gehen, Termine machen, Geschichten aufstöbern, mit Menschen sprechen, sich der Kritik von erfahrenen Kollegen stellen.

    Dass heißt nicht, dass ich mich nicht für Blogs interessiere. Und in der Tat war mein Gedanke bei der Gründung des Fundbüros, dort kreativ und frei Themen zu veröffentlichen, die in keine Kategorie der gewerblich schreibenden Zunft paßt. Die Hindernisse oder Blogbremsen sind meiner Ansicht nach
    – nur begrenzt verfügbare Freizeit
    – anonymisierte Blogs und Kommentare, in denen sich stinkstiefelige Zeitgenossen arrogant oder agressiv auslassen.

    Gruß in die Runde

  7. - sagt:

    Man sollte sich keine Illusionen machen! Das Bloggen ist eine Modeerscheinung. Nach einiger Zeit wird das Interesse an den generell nachlassen und nur noch einige Unentwegte werden dabei bleiben.

  8. Roland sagt:

    @ – (Strich?!): Mag sein, dass das Bloggen in seiner jetzigen Form eine Modeerscheinung ist, allerdings hat es eine Entwicklung eingeläutet, die aus meiner Sicht von Dauer sein wird: nämlich das Leser nicht mehr nur bloße Rezipienten sind, sondern via Internet sich selbst in die Diskussion einmischen.

    Spannend wird allerdings die Frage, ob künftig hauptsächlich „Informations-Eliten“ die Möglichkeit nutzen werden oder alle. Mir wäre Letzteres lieber.

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