Taxis auf Busspuren?

Zurzeit wird wieder einmal darüber diskutiert, ob man in Trier Busspuren auch für Taxis fTaxireigeben soll. Eine Forderung, die von Taxifahrerverbänden schon lange erhoben wird. Sie argumentieren damit, dass auch die Taxis ein Teil des öffentlichen Personennahverkehrs seien. Dem muss aber entgegengehalten werden, dass ein Taxi im Normalfall nicht gerade ein besonders umweltfreundliches Verkehrsmittel ist. Die Hinfahrt zum Kunden, die Fahrt zum eigentlich Ziel: das alles kostet Kilometer und damit Kraftstoff!
Dies ist aber nicht das wichtigste Argument dagegen, die Busspuren für die Taxis zu öffnen. Entscheidend ist, dass sie die Ampel für die Busse nicht freischalten können. Stehen die Motordroschken also vor einer Ampelanlage, müssen sie wie die übrigen Autos warten und blockieren damit den folgenden Busverkehr.
Betrachtet man sich die Situation in Trier, so scheint Diskussion ohnehin obsolet. Immer wieder ist zu beobachten, dass das Verbot halten, Busspuren nicht benutzen zu dürfen, ignorieren. Sie fahren dort wie selbstverständlich und drängeln sich am Ende der Spur in den laufenden Verkehr, um schneller voranzukommen. Da drängt sich doch der Verdacht auf, dass die Forderung nach der Öffnung von Busspuren nur deshalb erhoben wird, um schneller voranzukommen und auf diese Art und Weise für den Kunden attraktiver zu werden. zwar aus Sicht der Gewerbetreibenden verständlich, aber das kann nicht Sinn der Sache sein! Busspuren sollten im Regelfall Bussen vorbehalten bleiben und daneben allein dem umweltfreundlichen Fahrradverkehr zur Verfügung stehen!

Über Thomas Albrecht

Mitglied des Trierer Stadtrates.
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4 Kommentare zu Taxis auf Busspuren?

  1. augur sagt:

    Die Busspuren müssten aber auch für die Radfahrer mit einem Zusatzschild freigegeben werden:

    „Seit dem 01.09.1997 bietet die Straßenverkehrsordnung die Möglichkeit, Radverkehr auf Bussonderfahrstreifen mit zuzulassen, um die Fahrradnutzung und die Verkehrssicherheit zu fördern.

    Eine Freigabe von Busspuren für Radfahrer kommt nur auf Straßen in Frage, wo kein als benutzungspflichtig gekennzeichneter Radweg vorhanden ist.

    In einer Reihe von Städten sind Busspuren durch die Straßenverkehrsbehörden auch schon früher für den Radverkehr freigegeben worden (z. B. Berlin und Münster). Die Erfahrungen dort zeigen, dass es dabei kaum zu Unfällen kommt und der Busverkehr nur wenig gestört wird.“

    Quelle: ADFC (siehe obigen Link)

  2. ostblog sagt:

    Wie, die Taxis dürfen nicht auf Busspuren fahren? Dann sind das aber ziemlich kleine Busse mit beiger Lackierung/Folie, die immer so munter die Busspur die Bitburger hinunter benutzen. So kann man sich eben täuschen. Ich dachte, nur die Besitzer PS-starker oder aufgemotzter PKW wären die einzigen unerlaubten Nutzer dieser Spur.
    Aprpopos Verkehrsrowdys: Mutmaßlicherweise bin ich zu falschen Zeiten unterwegs. Aber vom Polizei-Großreinemachen auf Triers Straßen habe ich noch nichts gemerkt. Falls die noch auf der Suche nach Rowdys sind: Einfach mal zu Stauzeiten schauen, wer sich am Trierer Berg über die FH-Zufahrt vordrängelt.

  3. Thomas Albrecht sagt:

    @ostblog
    Nur zur Info: Die Busspur auf der Bitburger ist ausdrücklich für Taxis freigegeben.

  4. BigMäc sagt:

    Sehr geehrter Herr Albrecht.

    Einen größeren Bullshit hab ich lange nicht gelesen. Es geht nicht allein um die Attraktivität für den Taxiunternehmer, sondern vor allem um die Attraktivität der Stadt Trier. In den meisten deutschen Städten ist es selbstverständlich das Taxen Busspuren benutzen. Von der Gesamten chaotischen Verkehrssituation in Trier mal ganz abgesehen. Um mich aber ganz allgemein kurz zu fassen, bei dem was die kommunalpolitik in Trier zustande bringt, wundert es mich nicht, dass Trier seit Jahren immer unattraktiver, lächerlicher, schlechter und „älter“ wird !!!!

    Viel Spass noch und schöne Grüße

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