Bitburger: Pfropfen bald weg!

Lange Zeit hat den Dezernatsausschuss IV heute Abend die , ob im Bereich der Napoleons-Brücke eine 3. Fahrspur errichtet werden soll, nicht beschäftigt. Da der TV ja schon darüber berichtet hat, kann ich es ja auch.
Es war ja nur eine Vor-Beratung und die Frage war auch nicht neu.
Die Idee ist schon vor langer Zeit – übrigens nicht von der CDU, sondern von dem damaligen Baudezernenten Dietze (SPD) – entwickelt worden. Hintergrund war gewesen, dass es im Bereich der Ampel an der Kreuzung Kölner Straße/oder Straße nur eine kurze zweite Fahrspur gibt. Die Grünphase der rechten Fahrspur in Richtung Trier
(auf dem Bild links) kann nur von einem geringen Teil der Autofahrer genutzt werden. Sie wirkt wie ein Pfropfen. Dies führt in Anbetracht der hohen Verkehrsauslastung (21.000 KFZ pro Tag!) zu langen Rückstaus. Wenn man nun die zweite Fahrspur verlängern würde, könnte die Auslastung der Signalanlage erhöht und damit der Rückstau deutlich reduziert werden.
Der Gedanke ist eigentlich ganz einfach, die Verwirklichung viel komplizierter, weshalb die Realisierung auch so lange auf sich warten ließ. Denn um die Fahrbahn im Bereich der Napoleons-Brücke verbreiten zu können, ist es notwendig, den Felsvorsprung oberhalb des letzten Hauses auf einer Länge von circa 30 m abzutragen, damit der Gehweg die notwendige Breite von 2 Meter erhält. Bis zum Bereich FH sind keine Umbaumaßnahmen mehr nötig, hier wird lediglich die Busspur in eine Fahrspur ummarkiert.
Jetzt soll das Projekt, das circa 350.000 Euro kostet, endlich verwirklicht werden, das heißt genauer gesagt, im Sommer 2009, vorausgesetzt der Haushalt ist bis dahin genehmigt. Die notwendigen Mittel sind bereits in den Haushaltsberatungen zur Verfügung gestellt worden. Darin enthalten sind 23.000 Euro, die ohnehin zur dringend notwendigen Sanierung der Napoleons-Brücke erforderlich sind. Es ist ein Zuschuss in Höhe von rund 160.000 Euro vom Land Rheinland-Pfalz zu erwarten.
Im nächsten Stadtrat soll endlich der Baubeschluss getroffen werden. Es ist davon auszugehen, dass sich hierfür eine breite Mehrheit finden wird (Der Stadtrat muss den Bechluss treffen, nicht bestätigen, wie im TV irrtümlich angegeben). Vorberaten wird die Angelegenheit im Ortsbeirat Trier-West.
Ich meine, dass die Verwirklichung dringend notwendig und das Geld gut angelegt ist. Denn es geht ja nicht nur darum, die Wartezeit für Autofahrer zu verringern, jeder Stau bedeutet eine erheblich Belastung unserer Umwelt und kostet somit auch Geld.

Über Thomas Albrecht

Mitglied des Trierer Stadtrates.
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