Quo Vadis Kaufhof?

Täglich neue Nachrichten über steigende Verluste beim Kaufhof-Konzern. Unterdessen sitzen die Verantwortlichen weiter am Verhandlungstisch und beraten über eine Fusion.
»Jede einzelne Kaufhof-Filiale wird durchleuchtet«, so lese ich in der Süddeutschen Zeitung. Die Wirtschaftswoche setzt noch einen drauf und fragt, vielleicht etwas ketzerisch »Brauchen wir überhaupt noch Warenhäuser«? Was wird diese Entwicklung für Trier bedeuten, frage ich mich sorgenvoll?
In Trier gibt es bekanntlich zwei Filialen und eine Karstadt-Warenhaus. Während die Kaufhoffiliale in der Simeonstraße in gemieteten Räume residiert (Eigentümer ist die hamburgische Investmentgesellschaft DC Values) befindet sich die Filiale in der Fleischstraße im Eigentum (vormals Horten).
Wie immer eine Fusion aussehen wird, eines scheint mir sicher: Man wird kaum davon ausgehen können, dass alle drei Filialen erhalten bleiben. Doch welche wird geschlossen, welche bleiben erhalten! Ich erinnere mich daran, dass im Jahre 2013 neben dem Standort Europahalle (der inzwischen gestorben ist) als zweiter Standort für ein Einkaufscenter, dass die Firma ECE unbedingt in Trier errichten wollte) die Fläche von Kaufhof und Karstadt von der Simeonstraße bis zur Trevirispassage ins Gespräch gebracht wurde. Wir diese Diskussion dann wieder eröffnet? Spannende Fragen, die sich für den Wirtschaftsstandort in den kommenden Monaten stellen werden. Existentiell für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch von großer Bedeutung für die weitere Entwicklung des Einzelhandels insgesamt in einer Stadt, in der der Einzelhandel eine besonders zentrale Rolle spielt.

Über Thomas Albrecht

Mitglied des Trierer Stadtrates.
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