Südbad: Nur etwa 15 % Förderung vom Land!

Werden die Trierer vom Land im Stich gelassen?

Mit lediglich 1,1 Millionen Euro (!) will das Land Rheinland-Pfalz offenbar den Neubau des Südbades bezuschussen. Mehr Geld soll bei der derzeitigen Finanzlage „nicht drin“ sein.

Bei geschätzten Gesamtkosten von 7,5 Millionen, die für die Renovierung des Freibades benötigt werden, entspricht das einer Förderquote von nur ca. 15 Prozent. Eine herbe Enttäuschung für alle, die sich für das Südbad engagiert haben.

Haben wir uns doch auf die ungeliebte Reduzierung der Wasserfläche nur aus dem Grund eingelassen, weil wir unter diesen Umständen auf eine kräftige Unterstützung durch das Land hofften. Doch nun sieht alles anders aus.

Mittels des Modells PPP (Public Private Partnership), also einer Beteiligung Privater, soll versucht werden, das Projekt Südbad-Renovierung gleichwohl zu schultern

Am 6.12.2006 werden im zuständigen Dezernatsausschuss die Einzelheiten und die weitere Vorgehensweise besprochen werden.

Über Thomas Albrecht

Mitglied des Trierer Stadtrates.
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2 Antworten zu Südbad: Nur etwa 15 % Förderung vom Land!

  1. Moseljupp sagt:

    PPP – Public Private Partnership heißt das Zauberwort. Die Vorgehensweise bei solchen Projekten ist für den Anfang recht einfach: Zunächst sollte wohl die Art und Weise bzw. die Intensität der Koopertion geklärt werden. Danach steht als zweiter Schritt ein Know-How-Transfer an. Auf gut Deutsch: Die Leute sollten ihre diesbezüglichen Erfahrungen austauschen und so ihr Spezialwissen „in einen Topf werfen“, um Fehler möglichst zu vermeiden. Die Stadtwerke haben
    ja immerhin die Renovierung des Hallenbades durchgeführt, und sie sind an einem Ingenieurbüro im
    Saarland beteiligt.

    Man kann jetzt wohl leider davon ausgehen, dass sich der Umbau des Südbades erheblich in die Länge
    ziehen wird. da jetzt alles wieder in anderer Form von vorne anfängt. Eins ist für alle Beteiligten
    klar: Dass keiner sich die Rosinen herauspicken kann, und dass die Partner sich auch am Risikotransfer
    beteiligten müssen.

    Es ist zu hoffen, dass das Südbad den Trierern erhalten bleiben wird – so, wie sie es lieben: Ein wenig
    altmodisch vielleicht, aber geräumig und gemütlich, ein gutes Stück Sommerkultur. Nun, vielleicht bringt
    uns ja der Nikolaus in seinem Sack ein schönes Win-Win-Paket.

  2. Thomas Albrecht sagt:

    Vielen Dank für die ergänzenden Erläuterungen.
    Ich gehe allerdings davon aus, dass eine Zeitverzögerung nicht eintreten wird.

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