2014

Dienstag, 16.12.2014

In der heutigen Stadtratssitzung habe ich Reden zur kommunalen Geschwindigkeitsüberwachung und zu einem Antrag der FWG bezgl. der so genannten wiederkehrenden Beiträge gehalten.

Samstag, 13.12.2014

Es fährt ein Zug nach nirgendwo: Ich weiß nicht, wie oft ich mit diesem Zug gefahren bin. Zunächst hieß er Interregio, dann wurde er in IC umbenannt. Jetzt fährt er jedenfalls zum letzten Mal von Trier ab. Ein wirklich trauriger Tag für unsere Stadt, ist sie doch jetzt vollständig vom Fernverkehr abgekoppelt.

Sonntag, 30.11.2014

Heute wurde die neue Hauptorgel in der Konstantin-Basilika feierlich ihrer Bestimmung übergeben.

Montag, 17.11.2014

Nach der Fraktionssitzung recht konstruktive Gespräche mit den Grünen über eine Zusammenarbeit im Trierer Stadtrat. In guter Atmosphäre wurde während des etwa einstündigen Gesprächs die weitere Vorgehensweise besprochen:

Wir vereinbarten einvernehmlich, dass in vier Arbeitsgruppen, die jeweils den Zuständigkeitsbereich eines Dezernatsausschusses beraten sollen, die konkreten Inhalte der Zusammenarbeit präzisiert, Gemeinsamkeiten herausgearbeitet, aber auch konträre Standpunkte benannt werden sollten.

Bis spätestens Ende Januar sollen die Gespräche abgeschlossen und eine zu treffende Vereinbarung möglichst unterschriftsreif sein.

Ferner wollen wir uns noch im Dezember – vor den ganztägigen Haushaltsberatungen im Steuerungsausschuss – gemeinsam den Doppelhaushalt 2015/16 der Stadt Trier beraten und uns gemeinsam auf inhaltliche Schwerpunkte verständigen.

Schließlich sahen es die Gesprächsteilnehmer als sinnvoll an, dass die Wahl der/des künftigen Baudezernenten/in dann Anfang/Mitte Januar 2015 erfolgen sollte. „Wir benötigen ausreichend Zeit, um aus der großen Zahl der Bewerberinnen und Bewerber in Ruhe den/die qualifizierteste/n herausfinden zu können. Bei einer so bedeutsamen Entscheidung für unsere Stadt ist jeder Zeitdruck unangebracht!“, meinten die Fraktionsvorsitzenden Dr. Ulrich Dempfle und Petra Kewes übereinstimmend.

Im Übrigen bewerteten beide die Gespräche als außerordentlich konstruktiv und waren sich sicher, dass sie auch zu einem positiven Abschluss gebracht werden könnten.

Dienstag, 11.11.2014

Stadtratssitzung: Wir haben es uns wirklich nicht leicht gemacht in der CDU-Fraktion: Intensiv und lange wurde über die Frage diskutiert, ob wir das von Stadtvorstand vorgeschlagene totale Alkoholverbot in der Innenstadt anlässlich Weiberfastnacht mittragen sollen oder nicht.

Schließlich haben wir uns – ebenso wie eine Mehrheit in der letzten Stadtratssitzung – dann gegen die Bevormundung der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt entschieden, obwohl uns bewusst war, dass wir mit dieser Entscheidung ein Risiko eingehen.

Nun sind alle gefragt, mit der wieder gewonnenen Freiheit verantwortungsvoll umzugehen, und ein friedliches, fröhliches Fest ohne Exzesse zu feiern. Wir hoffen jetzt auf eine intensive Zusammenarbeit mit den Karnevalsvereinen und tragfähigen Konzepten, um unkontrollierten Alkoholkonsum, vor allem durch Jüngere, vorzubeugen.

Es sollten sich alle bewusst sein: Wir haben jetzt eine allerletzte Chance erhalten, ohne rigorose Einschränkung durch eine Polizeiverordnung feiern zu dürfen. Sollte diese nicht genutzt werden und es erneut – wie 2012 – zu Exzessen von verantwortungslosen Mitbürgern kommen, die sich sinnlos und gesundheitsgefährdend betrinken, müssen sich alle darüber im Klaren sein, dass es auf unabsehbare Zeit in Trier keine Weiberfastnacht mehr ohne rigorose Verbote und Polizeikontrollen geben wird.

Hier meine Rede im Stadtrat zum Thema, die ich dem Tag und Anlass angemessen natürlich in Reimform gehalten habe:

Ganz närrisch soll es offenbar geraten:
Ausgerechnet am 11.11. bei TOP 11 soll’n wir beraten,
wie Weiberdonnerstag im nächsten Jahr
soll werden wieder wunderbar.
Die Verwaltung woll’t erfüllen ihre Pflicht,
doch das Ergebnis: Uns gefällt es nicht!

Der Auftrag des Rates war klar doch formuliert:
Damit an Weiberdonnerstag Schlimmes nicht passiert,
ein Konzept gegen Alkoholmissbrauch entwickelt werden soll’t.
Doch ein Alkoholverbot war nicht gewollt!
Wir wissen: Die Umsetzung war wirklich schwer!
Gleichwohl, das Ergebnis heut‘ verblüfft doch sehr:
Bei der Konzeptentwicklung wenig sich hat bewegt,
aber das Alkoholverbot, das wurde festgelegt.
Fastnacht hat ne‘ Tradition
auch in unserer Region.
Sie ist ein Teil unser Kultur
und soll nun unterliegen der Zensur?
Nur weil es wenige – verzeiht den Ausdruck mir –
“Vollpfosten” gibt, die in unserem schönen Trier
sich bis zur Besinnungslosigkeit besaufen
und volltrunken durch die Gegend laufen.
Und damit die nicht allzu viel `rumwüten,
will man im „Städtchen“ uns das Feiern so gut wie ganz verbieten?
Wenn man jetzt auf den alten Konzepten noch beharrt,
ist doch Verhältnismäßigkeit nicht mehr gewahrt.

Die ATK, Organisation der Trierer Karnevalisten,
die gehört jetzt – `Tschuldigung – zu den „Angepissten“
Sie will nur folgen einer schönen Tradition:
Auf dem Hauptmarkt eine Prinzen-Proklamation.
Ein wenig Frohsinn will man dort entfalten,
der Petrus seine „Blüm’cher“ soll erhalten.
Und die ATK nun die Zeche bezahlen soll?

Wie ungerecht, sag ich Euch vorwurfvoll.
„Diese Idee ist äußerst schwach!“,
das würd‘ dazu sagen der Franz Weissebach!
Wir fordern also: „Die Vernunft darf der Unvernunft nicht weichen!“
und wollen deshalb §§ 1 – 3 der Verordnung streichen.
Nur das Hauptmarkt-Glasverbot (§ 4) soll blieben,
denn das lässt sich leider nicht vermeiden.
Da er beinhaltet die gleiche Idee,
stimmen wir zu, dem Antrag der FDP.
Wir wollen Ihnen sagen mit diesen Gedicht:
In Trier brauchen wir den Narrenkäfig nicht!
Lasst bei uns Einsicht und Vernunft obwalten,
Stadtpolitik mit Augenmaß gestalten.

Und an alle Trierer noch ganz schnell,
ein kurzer, aber eindringlicher Apell!
Wenn wir Euch vor bürokratischer Gängelei verschonen,
dann müsst ihr uns das auch belohnen!
Vergesst an Weiberfastnacht bitte, bitte nicht,
was ist Eure Bürgerpflicht:
Haltet Maß und seid besonnen,
dann haben alle wir gewonnen!
Und wenn ein andrer durch Alkoholexzess will sich beweisen,
dann könnt‘ auch ihr ihn in die Schranken weisen
und ihm deutlich sagen: Jetzt ist Schluss,
unterlass‘ den exzessiven Alkoholgenuss!
Wenn das so klappt, sag‘ ich mit Zuversicht,
dann brauchen wir Verbote nicht!

Soweit zu Weiberfastnacht mein Gedanke.
Für Ihre Aufmerksamkeit ich mich bedanke!“

 

Samstag, 1.11.2014

Lokaljournalist aus Leidenschaft

Norbert Kohler ist tot

In Memoriam: Mein erster Chef ist tot. Am Donnerstag ist Norbert Kohler gestorben. Seine stets freundliche, aber äußerst bestimmte Art, mit der er die Lokalredaktion des Trierischen Volksfreundes geleitet hat, und die ich als ganz junger Mensch erleben durfte, wird mir stets in wohlwollender Erinnerung bleiben.

Norbert Kohler war als Journalist ein Perfektionist, Fehler duldete er nicht. Niemals werde ich vergessen, als ich in meiner Anfangszeit aus Schusseligkeit das falsche Datum einer Vereinsveranstaltung veröffentlicht habe und eine Beschwerde darüber beim Volksfreund einging. Ich wurde zwar nicht „zusammengefaltet“, wie das heute vielleicht der Fall wäre, aber auf eine derart bestimmte Art und Weise von Kohler darauf hingewiesen, dass sich solche Ungenauigkeiten nicht wiederholen dürften, dass ich das niemals vergessen habe.

So verstand er seine journalistische Arbeit: Kein Artikel wurde veröffentlicht, den er nicht persönlich gegengelesen hätte. Lange Jahre verkörperte er als Person die lokale Berichterstattung in Trier. Von manchen Trierern wurde er gar als Teil der Kommunalpolitik empfunden. Nicht von allen wurde er geliebt, weil seine Grundeinstellung eher konservativ war. Gleichwohl wurde seine Person stets geachtet, bemühte er sich doch strikt zwischen der bloßen Berichterstattung, die immer umfassend und neutral war, und der Kommentierung des Geschehenen zu unterscheiden. Diesem ehernen Grundsatz der journalistischen Arbeit, dem – jedenfalls meinem Eindruck nach – heute nicht mehr die höchste Priorität zukommt, hat er mir verinnerlicht.

Seinem besonderen Augenmerk galt stets die Arbeit im Stadtrat, der im damaligen Trierischen Volksfreund große Beachtung zukam. Einer Stadtratssitzung wurden wenigstens zwei Seiten der Berichterstattung gewidmet.

Eine besondere Ehre für jeden Mitarbeiter war es, einmal in eine Ratssitzung mitgehen zu dürfen, so wie sie mir beispielsweise am 20.6.1974 erstmals zuteil wurde. Es war keine spektakuläre Sitzung. Ganz Deutschland dachte damals nur an die Fußballweltmeisterschaft, die gerade begonnen hatte. Gleichwohl interessant, was vor 40 Jahren in Trier diskutiert wurde: Ein CDU-Ratsmitglied namens Helmut Schröer kommentierte den Versuch, durch Einführung von Blockunterricht in der Berufsschule, die duale Ausbildung zu verbessern, Ratsmitglied Hilgers (FDP) fand die Idee, das Neusprachliche Gymnasium in „Treveris Gymnasium“ umzubenennen als „unerreicht in seiner Farblosigkeit“. Die Egbert-Grundschule sollte eine neue Pavillon-Klasse erhalten, was SPD Ratsmitglied Maximini zu der Kritik veranlasste, es sei nicht hinnehmbar, dass solche Vorhaben von der Landesregierung nicht bezuschusst würden. Man suchte nach einem neuen Gelände für die Moselland-Ausstellung und es wurde ein Beschluss zum Bau einer Verbindungsstraße zwischen Olewig und der der Tarforster Flur, dem künftigen Uni-Standort, gefasst.

Die Hauptberichterstattung über die Ratssitzung wurde in einem vierspurigen Artikel zusammengefasst. Andere wesentliche Punkte wurden in zweispaltigen Artikeln publiziert. Dann gab es noch eine Rubrik „Stadtrat kurz gefasst“, in der alle übrigen Beschlüsse zusammengefasst wurden. Und es durfte natürlich der Kommentar zur Sitzung (Stadtrat kurz belichtet), fast immer von Norbert Kohler persönlich geschrieben, nicht fehlen. Sehr oft gab es hier scharfzüngige Kritik am kommunalen Geschehen, die aber nie verletzend war oder in das Persönliche ging. Sie war von vielen gefürchtet, wurde aber stets mit Interesse gelesen.

Da habe ich dann in späteren Jahren als FDP-Fraktionsvorsitzender selbst ab und an mein „Fett abgekommen“. Das muss auch so ein: Auch Lokaljournalismus hat die kommunale politische Arbeit kritisch zu begleiten. Aber er muss sie auch in gebührendem Umfang behandeln. Wenn – wie heute – Teilbereiche einfach verschwiegen oder bis zur Unkenntlichmachung verkürzt werden, dann sollte man einmal darüber nachdenken, ob die Lokalberichterstattung hier noch ihrer Verantwortung gerecht wird. Norbert Kohler hat seine Tätigkeit als Lokalchef beim Trierischen Volksfreund stets als Berufung nicht nur als Beruf verstanden. Vielleicht könnte sein Tod für den/die eine/n oder andere/n einmal Anlass sein ,darüber nachzudenken, ob die Lokalberichterstattung auch in der heutigen Zeit – trotz, auch auch gerade wegen der modernen Medien, etwas intensiver gehegt und gepflegt werden könnte.

Dienstag, 28.10.2014

Wider alle Vernunft bleibt es bei Tempo 50 auf Mariahof

Jahrelang war die Welt auf Mariahof in Ordnung, jedenfalls was die angeordnete Geschwindigkeitsregelung anbetraf: Mariahof war eine Tempo 30 Zone (mit Vorfahrtsregelung „Rechts vor Links“, bis auf die Durchgangsstraße „Am Mariahof“, in der Tempo 40 mit Vorfahrtsberechtigung galt, um den Bussen ein zügiges Durchfahren zu ermöglichen. Dies war der Kompromiss, den man mit den Stadtwerken gefunden hatte.

Die angeordnete Tempo-Begrenzung hatte einen ernsten Hintergrund: War doch vor vielen Jahren auf Mariahof ein junges Mädchen durch einen Autofahrer zu Tode gekommen und so etwas sollte sich in dem Stadtteil niemals wiederholen!

Die Regelung funktionierte hervorragend, alle waren zufrieden bis…, ja bis sich ein lieber „Mitbürger“, der nicht auf Mariahof, sondern in einem nahe gelegen Ort wohnt, bei den Behörden beschwerte.

Bus Tempo 30 MariahofTempo 40 als Regelgeschwindigkeit gäbe es gar nicht monierte der Geschwindigkeitsbesessene Mitmensch bei d

 

 

 

 

 

Dienstag, 30. 9. 2014

In der heutigen Sitzung des Dezernatsausschusses IV ist leider ein gemeinsamer Antrag von Grünen und CDU gescheitert, auf ganz Mariahof eine Tempo 30 Zone einzurichten.

Jahrelang war die Welt auf Mariahof in Ordnung, jedenfalls was die angeordnete Geschwindigkeitsregelung anbetraf: Mariahof war eine Tempo 30 Zone (mit Vorfahrtsregelung „Rechts vor Links“, bis auf die Durchgangsstraße „Am Mariahof“, in der Tempo 40 mit Vorfahrtsberechtigung galt, um den Bussen ein zügiges Durchfahren zu ermöglichen. Dies war der Kompromiss, den man mit den Stadtwerken gefunden hatte.

Die angeordnete Tempo-Begrenzung hatte einen ernsten Hintergrund: War doch vor vielen Jahren auf Mariahof ein junges Mädchen durch einen Autofahrer zu Tode gekommen und so etwas sollte sich in dem Stadtteil niemals wiederholen!

Die Regelung funktionierte hervorragend, alle waren zufrieden bis…, ja bis sich ein lieber „Mitbürger“, der nicht auf Mariahof, sondern in einem nahe gelegen Ort wohnt, bei den Behörden beschwerte.

Tempo 40 als Regelgeschwindigkeit gäbe es gar nicht monierte der Geschwindigkeitsbesessene Mitmensch bei den Behörden. Diese prüften den Sachverhalt wälzten die Vorschriften und kamen zu dem Ergebnis, dass dies tatsächlich so war. Die fatale Folge: Die bewährte Tempo 40 Regelung wurde aufgehoben und – mit Ausnahme des Bereichs vor der Schule – die Höchstgeschwindigkeit auf Tempo 50 hochgesetzt.

Da half es wenig, dass der Ortsbeirat einstimmig forderte, auf ganz Mariahof eine Tempo-30 Zone einzurichten. Dieser Beschluss blieb zunächst einmal von der Verwaltung völlig unbeachtet. In der öffentlichen Sitzung des Dezernatsausschusses IV vom 30.9.2014 stellten daraufhin CDU und Bündnis 90 /Die Grüne einen gemeinsamen Antrag, die Verwaltung möge prüfen, ob nicht doch auf ganz Mariahof Tempo 30 im Sinne der Verkehrssicherheit und Lärmminderung eingeführt werden könnte.

Die Verwaltung prüfte und legte jetzt die Antwort vor. Hier der Wortlaut:

In innerstädtischen Straßen gilt nach wie vor bundesweit die Regelgeschwindigkeit von 50 km/h. Diese Höchstgeschwindigkeit darf nur dann gefahren werden, wenn die Verkehrslage es erlaubt. Tempo-30 Zonen erfordern die Anbindung an ein innerstädtisches Vorrangnetz in Form von Hauptverkehrsstraßen mit Tempo 50 km/h um die Verkehrsflüssigkeit aufrecht zu erhalten. Eingriffe in diese gesetzliche Regelung dürfen nur bei Vorliegen besonderer Gründe vorgenommen werden. Vor der Entscheidung sind die örtlichen Gegebenheiten der Straße, ihre Funktionen und das Vorliegen besonderer Gefahrenlagen zu prüfen. Diese Prüfung ist in der Straße „Am Mariahof“ nach pflichtgemäßem Ermessen der Straßenverkehrsbehörde der Stadt Trier erfolgt. Sie führte zu dem Ergebnis, Tempo 30 im Gefahrenbereich der Schule und Tempo 50 im übrigen Teil der Straße anzuordnen. Damit wird den Wünschen der politischen Gremien (teilweise) und den Funktionen der Straße, insbesondere den Belangen des öffentlichen Personennahverkehrs und den Rechten Dritter in Bezug auf Sicherheit, Zügigkeit und Flüssigkeit des Verkehrs Rechnung getragen. Es ist eine individuelle auf die Örtlichkeit der Straße abgestellte Entscheidung. Die Entscheidungskompetenz liegt als staatliche Auftragsangelegenheit bei der Straßenverkehrsbehörde. Die Thematik ist sehr ausführlich und mehrfach im Schriftverkehr mit politischen Vertretern des Stadtteils und mündlich durch Vertreter der Straßenverkehrsbehörde im Ortsbeirat Mariahof und im Ausschuss IV vorgetragen worden. Es wird daher um Verständnis gebeten, dass es aus den dargelegten Gründen bei der Verkehrsregelung bleibt und diese Ausführungen abschließend sind.

Meine Meinung: Die Verwaltung ignoriert hier den eindeutigen Willen der ganz überwiegenden Mehrheit der Mariahofer und des Ortsbeirates. Bei einigermaßen gutem Willen, der offenbar nicht vorhanden ist, wäre es durchaus möglich gewesen, dem Wunsch Rechnung zu tragen. Beispielsweise, wenn man sich auf den schlechten Straßenzustand berufen hätte, wie es in Pallien geschehen ist. Aber nein, in besten Bürokratendeutsch beharrt die Verwaltung auf ihrer sturen Haltung und macht zudem deutlich (…diese Ausführungen abschließend sind..), dass sie zu einer weiteren Diskussion nicht bereit ist. Bürgerfreundlich kann man so etwas nicht nennen.

Montag, 29.9.2014

Anlässlich der heutigen Fraktions- und anschließenden Kreisvorstandssitzung zur Nachbesprechung der OB-Wahl plädierte Kreisvorsitzender Bernhard Kaster für eine Zusammenarbeit zwischen Grünen und CDU im Trierer Stadtrat und präsentierte ein Positionspapier, das später veröffentlicht wurde und hier nachgelesen werden kann:
http://lokalo.de/wp-content/uploads/2014/10/B_Papier.pdf.

Indes: Es fand keine einhellige Zustimmung in Fraktion und im Kreisvorstand. Zeitpunkt und Art und Weise der Präsentation der beabsichtigte Zusammenarbeit wurden kritisiert und negative Auswirkungen auf die Stichwahl befürchtet. (Leider) berechtigte Bedenken, wie sich dann 14 Tage später herausstellen sollte.

Sonntag, 28.9.2014

Gute Stimmung nach dem ersten Wahlgang zur Wahl des(der Oberbürgermeister/in in Trier:

Bei einer traurigen Wahlbeteiligung von 32,7 Prozent haben für Hiltrud Zock (CDU): 12.497 (45,8 %) Personen gestimt, für Wolfram Leibe (SPD): 9911 (36,3%) und für Dr. Fred Konrad (Bündnis 90/Die Grünen): 4903 (18,0%).

Wir haben das Ergebnis gebührend auf einer Wahlparty im Casino gefeiert. Ein trügerischer Optimismus, wie sich dann später herausstellen sollte.

Freitag, 15.8.2014

Viele verdiente Mitglieder, die im Stadtrat für die CDU die Interessen der Bürger vertreten haben, und langjährige Ortsvorsteher wurden vom Kreisvorsitzenden der CDU Trier, Bernhard Kaster und vom Fraktionsvorsitzenden der CDU im Trierer Stadtrat, Dr. Ulrich Dempfle, im Restaurant von Nell in Olewig geehrt. Bei hervorragendem Essen und guten Gesprächen, wurde das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Partei sehr gestärkt.

Donnerstag 14.8.2014

Ab heute geht es im Hause Albrecht wieder ganz international zu: 2 Japaner aus der Trierer Partnerstadt Nagaoka sind bei uns zu Gast.

Montag, 11.8.2014

Heute habe ich an einer vom DGB veranstalteten Podiumsdiskussion mit den 3 OB-Kandidaten teilgenommen.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund Trier hatte am Montag zu einer Podiumsdiskussion mit den drei OB-Kandidaten eingeladen. Die Erwartung der zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörer, die sich in der Tuchfabrik versammelt hatten, sollte herb enttäuscht werden. Nein, es lag nicht an der Kandidatin oder den Kandidaten. Sie haben alle ihr Bestes gegeben, soweit das unter den gegebenen Bedingungen überhaupt möglich war.

Es war der Veranstalter, der viele dazu brachte, die Diskussion frühzeitig zu verlassen, um lieber vor der Tür beim Textorium gemütlich ein Bierchen zu genießen.

Schon die äußeren Umstände waren beklagenswert: Der Saal war viel zu klein. Es war schier unerträglich, sich dort aufhalten zu müssen. Viele mussten stehen. Dabei befand sich doch nur wenige Schritte daneben der große Saal der Tufa.

Doch noch schlimmer war die Art und Weise, wie die Diskussion aufgearbeitet worden ist.

Es begann mit einem nicht enden wollenden Monolog des DGB-Gewerkschaftssekretärs, Christian Z. Schmitz, der den Diskussionsteilnehmern vorgab, welche Meinung sie zu vertreten haben. Viele haben mich drauf angesprochen, ob nicht etwa der ganz offensichtlich unter akuter Selbstdarstellungs-Sucht leidende Mann, selbst zum Oberbürgermeister kandidieren wolle. Gott bewahre, zum Glück nicht!

Damit keine Missverständnisse aufkommen, gab Christian Z. Schmitz jedenfalls schon einmal unmissverständlich vor, was man sagen darf und was nicht. Und wehe wenn nicht! Andere Meinungen wurden nicht geduldet. Schmitz erwähnte zwar, dass es durchaus auch Kritik an den von ihm vertretenen Thesen gäbe, diese seien aber – so wörtlich – „Lügen“. Ja, so einfach ist das.

Endlich, gegen 19:45 Uhr (die Diskussion sollte eigentlich um 19:00 Uhr beginnen) durften auch die eigentlichen Diskutanten zu Wort kommen.

Die Veranstalter hatten vorab allen Teilnehmern einen umfangreichen Fragenkatalog zugesandt, der alle möglichen allgemeinpolitischen Fragen beinhaltete, vom Mindestlohn bist zur Frühverrentung ab 60, der aber auch absolut nichts, gar nichts, mit den Aufgaben zu tun hatte, die ein/e künftiger Oberbürgermeister/in zu bewältigen haben wird. Man begründete dies damit, dass man wissen wollte, welcher allgemeinpolitische Einstellung, der/die künftige Oberbürgermeister/in haben wird. Wie entlarvend! Und wie nicht anders zu erwarten wurde das Aufeinandertreffen der drei OB-Kandidaten dann auch so fade wie die kalte, fettige Pizza, die der Veranstalter gut gemeint auf einem Tisch am Rand des Saales plaziert hatten, an die sich aber niemand wagen wollte.

Zudem hatten die Moderatoren auch noch stolz verkündet, dass man nicht – wie bei anderen Diskussionen – den Diskussionsteilnehmern eine Redezeitbeschränkung auferlegen wollte, nein sie dürften so lange reden, wie sie wollten, damit sie ihre Gedanken auch „entwickeln“ könnten.

Und so “entwickelte” sich dann – wenig überraschend – ein  weiterer Monolog des ersten Diskussionsteilnehmers Fred Conrad, der vom Blatt die Antworten auf die gestellten Fragen, die er mit zahlreichen Fakten hinterlegt hatte, ablas. Erst die Intervention des Publikums, das ihn mit Beifall unterbrach, konnte ihn stoppen.

Nachdem sich die Teilnehmer warm geredet und von den Vorgaben des DGB, über alles reden zu dürfen, nur nicht über Kommunalpolitisches, befreit hatten, entwickelte sich dann doch noch eine irgendwie geartete Diskussion. Teilweise, wenn auch nur sehr zaghaft, gab es sogar eine Art Rededuell.

Die Zuhörerinnen und Zuhörer waren jedenfalls am Ende von der Veranstaltung maßlos enttäuscht, vor allem die ganz wenigen, die nicht irgendeinem politischen Lager angehörten und sich ganz einfach ein Bild von den Kandidaten machen wollten.

Doch zum Glück wird das hier nicht die letzte Veranstaltung Diskussionsveranstaltung gewesen sein. Es werden zum Glück nach zahlreiche folgen.

Zu der Veranstaltung siehe auch die Berichterstattung auf Lokalo.de.

Sonntag, 10.8.2014

Traurig, traurig: Ich bin zutiefst erschüttert über die Nachricht über den plötzlichen Tod von Dieter Lintz, gestern Abend, die ich heute morgen lesen musste.

 

Wenn jemand stirbt, den man schon so lange kennt, der jünger ist als man selbst, dann wird einem ganz jäh wieder bewusst, wie zerbrechlich das Leben ist, das man jeden Tag als selbstverständlich nimmt.

Welch ausserordentliches Ansehen sich Dieter Lintz in der Region Trier und darüber hinaus erworben hat, wird durch die überwältigende Resonanz, die Würdigung seines Schaffens deutlich, die ihm jetzt zuteil wurde.

Meine Frau kannte Dieter noch besser als ich. Deshalb zitiere ich ihren Nachruf.

Lieber Dieter,

Dein plötzlicher Tod macht mich fassungslos und berührt mich tief.

Viele Bilder gehen durch meinen Kopf. Ich denke an unsere gemeinsame Zeit an der Uni Trier, in den 1980er. Du, der Jurastudent, aktiv im eher linken politischen Spektrum angesiedelten „AKKJ“ ( „ArbeitsKreis Kritischer Juristen“ – gemeinsam mit Margret), ich in der „UM“ („Unabhängige Mitte“, liberal-gemäßigt), und dann, gemeinsam, in „GUSTAF“ (Gruppe Unabhängiger Studenten Aller Fachbereiche). Wir wollten die in Untätigkeit erstarrten „Nicaragua-Kämpfer“ im damaligen AStA, die unsere Interessen nicht mehr vertraten, aus dem Amt jagen und haben es auch erreicht. Und Du hast dies damals schon – Deiner wahren Begabung noch nicht ganz bewusst – in unnachahmlich genial formulierte Texte unter die Studenten und Studentinnen gebracht. Gleichzeitig hast Du als erster Öffentlichkeitsreferent des damaligen AStAs die Kontakte zur Stadt geknüpft, von denen heute noch Deine studentischen Nachfolger/innen profitieren.
Ach, Dieter, so viele Geschichte gehen mir durch den Kopf, aber es überwiegt momentan die Trauer.

Die Trauer um einen genialen „Jongleur der Worte“, über dessen Kolumne ich mich immer so amüsiert habe.

Die Trauer um den Musikkritiker, mit dem ich meine Liebe zur klassischen Musik und zu französischen Chansons teilen konnte. Dein Vortrag über Edith Piaf im Keller der Weibstube Kesselstatt am 6. November 2013 – einfach toll! Wir hatten uns im Vorfeld noch über Norbert Glanzberg, den Juden aus Deutschland, der viele ihrer berühmtesten Songs geschrieben hat, unterhalten. „Requiem für eine unheilbar Liebende“ überschriebst Du am 21.10.2013, wenige Tage nach dem 50. Todestag (10. Oktober 1963) von Edith Piaf, Deinen – wie immer hervorragend formulierten – Artikel zum Konzert von Florence Absolu im „Trierischen volksfreund“.

Die Trauer um einen begnadeten Moderator. So habe ich Dich zuletzt erlebt: Auf der Bühne beim CSD auf dem Kornmarkt, als äußerst einfühlsamer Moderator beim Thema Umgang mit Andersfühlenden im Bildungssystem. Das hat mir schon imponiert, wie Du auf der einen Seite die Befindlichkeiten Deiner Gesprächspartnerinnen berücksichtigt hast, aber auf der anderen Seite auch diejenigen bei Deinen Nachfragen mit ins Boot genommen hast, die dem Anderssein in der Gesellschaft noch sehr reserviert gegenüber stehen.

Die Trauer um einen Journalisten, der meine wissenschaftliche Arbeit sehr aufmerksam und einfühlsam beobachtet und darüber berichtet hat.

Dieter, egal, wo Du jetzt bist, ich wünsche Dir Frieden.

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Ich danke Frank Göbel, der dieses schöne Foto von Dieter gemacht hat, dass er mir die Genehmigung zur Verwendung gegeben hat.

Freitag, 1.8. – Donnerstag 7.8.2014

Wunderschöne Ferientage am Bodensee, in Konstanz, dem Studienort unseres Sohnes verbracht.

14-08-01 Sommerurlaub

Mittwoch, 30.7.2014

Heute wurde die neue Weinkönigin in Trier-Olewig gekrönt. Wie jedes Jahr habe ich an der Zeremonie teilgenommen.

Mittwoch, 23.7.2014

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion an der Uni Trier trafen heute zum ersten Mal die drei Kandidaten für das Trierer Oberbürgermeisteramt zu einem Rededull zusammen, das ich interessiert verfolgt habe.

Dienstag, 22.7.2014

Letzte Stadtratssitzung vor der Sommerpause, erste Arbeitssitzung des neugewählten Rates. Eine sehr umfangreiche Tagesordnung war zu bewältigen. Unter anderem ein Novum: Ei gemeinsamer Antrag von CDU und Grünen zum Thema “Falschparken auf Gehwegen. Der Trierische Volksfreund berichtete wie folgt darüber:

“Trier. Thomas Egger steht unter Dampf. Der Ordnungsdezernent verbirgt seinen Ärger nicht, als er dem Stadtrat am Dienstagabend Rede und Antwort steht. Die Einsatzpläne der Parkraumüberwachung soll er überarbeiten, sogar seine Mitarbeiter schulen – das fordern CDU und Grüne in einem Antrag. Beide Schritte seien nötig, um den Parksündern in Trier Beine zu machen, so sehen es die beiden Fraktionen. Die Kontrolleure der Verwaltung sollen alle Möglichkeiten ausschöpfen und „darauf hingewiesen werden, dass sie von diesen Möglichkeiten auch Gebrauch machen sollen“. So steht es im Antrag.
Thomas Albrecht (CDU) erläutert das Papier. „Im Einsatz der Kontrolleure werden falsche Prioritäten gesetzt“, argumentiert der Jurist. „Sie sind oft dort, wo eine Kontrolle einfach ist und sich auf abgelaufene oder fehlende Parkzettel beschränkt.“ Wirkliche Behinderungen durch Falschparker, so Albrecht, finden aber oft woanders statt….”

Das Online-Magazin lokalo.de berichtete wie folgt:

“Als Thomas Albrecht dem Oberbürgermeister sogar mit dem Verwaltungsgericht drohte, hielt Jensen die Luft an. Der Verkehrsexperte der CDU wollte den Änderungsantrag der SPD partout von der Tagesordnung gestrichen sehen. Zurückweisen sollte Jensen das Papier der Sozialdemokraten, weil die SPD konträr zur Geschäftsordnung keinen Finanzierungsvorschlag unterbreitet habe. “Das ist ganz schlechter Stil, was Sie hier machen”, wetterte der Jurist in Richtung der Genossen, “weil Personalfragen in den Haushaltsberatungen vorgesehen sind.” Die SPD forderte in ihrem Antrag sechs neue Stellen für den Verkehrs-Überwachungs-Dienst “zum nächstmöglichen Zeitpunkt” und brachte Union und Grüne so in die Defensive.

Der Stadtchef drohte zurück: “Wenn Sie darauf bestehen, Kollege Albrecht, dann muss ich die Sitzung unterbrechen und auch Ihren Antrag überprüfen lassen.” Jensens Argument: Im Antrag von CDU und Grünen werde die Schulung der Mitarbeiter gefordert, auch das koste Geld, auch hier gebe es keinen Vorschlag zu Finanzierung. “Das ist mir in sieben Jahren noch nicht passiert”, sagte der OB, “weil wir bei solchen Anträgen bisher immer einvernehmlich ohne Paragrafenreiterei miteinander verfahren sind.” Albrecht zog seinen Antrag schließlich zurück, das Feuer unterm Dach aber blieb.

Freitag, 18.7.2014

Wie immer eine Höhepunkt im gesellschaftlichen Leben der Stadt Trier: Das Sommerfest des Trierer Einzelhandelsverbandes und der City-Initiative Trier. Gelegenheit, viele interessante Gespräche mit interessanten Persönlichkeiten zu führen.

Mittwoch, 16.7.2014

Unendliche lange Sitzung des Dezernatsausschusses IV mit wenig spektakulären Tagesordnungspunkten, aber aus meiner Sicht vielen überflüssigen und langatmigen Diskussionen.

Dienstag, 15.7.2014

Mit Interesse habe ich Bürgerhaus Trier-Euren den Austausch der verschiedenen Meinungen über die Westtrasse verfolgt. Mein Fazit: Es müssen dringend neue Güterzeuge her, um die Anwohnerinnen und Anwohner vor der unerträglichen Lärmbelästigungen zu schützen.

Montag, 14.7.2014

Heute Abend war – nach der Fraktionssitzung – die konstituierende Sitzung des Ortsbeirates Trier-Mariahof.

Donnerstag, 10.7.2014

Im Rahmen einer gemeinsamen Sitzung der CDU Stadtratsfraktion und des Kreisvorstandes haben wie die Strategie für den OB-Wahlkampf besprochen.

Montag, 7.7.2014

Heute hatte ich Gelegenheit im Rahmen eines Tischgespräches der Konrad-Adenauer-Siftung in Mainz einen Vortrag von Prof. Kirchhoff zum The,a unmittelbarer Bürgerbeteiligung zu hören, an dem auch viel Prominenz, u.a. CDU Landeschefin Julia Klöckner, teilgenommen haben.

Dienstag, 1.7.2014

Die Gaststätte “Alt Zalawen” oder einfach “Elke” genannt, feierte heute ihr 50jähriges Jubiläum. Hier haben ich vor 25 Jahren, genau gesagt am Freitag, dem 25.1.1991 meine Frau kennengelernt, näher kennengelernt. seit diesem tag sind wir zusammen. Selbstverständlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, mit anderen Stammgästen des bekannten Trierer Lokals am Moselufer dieses Ereignis gebührend zu feiern.

Elke

Mittwoch, 4.6.2014

Ach, was habe ich mit Begeisterung die herrlichen Geschichten von Ephraim Kishon über seine beste Ehefrau von allen gelesen und mich amüsiert. Habe ich doch meine beste Ehefrau von allen Und ebenso herzlich habe ich über diesen herrlichen Sketch Mario Barth gelacht, (Männer sind peinlich, Frauen manchmal auch) in dem er sich darüber lustig macht, wie eine Frau Diesel statt Benzin tankt, bis, ja bis….

vorletzte Woche Montag: Endphase des Wahlkampfes, Stress pur, mal wieder viel zu viele Termine, die auch meine beste Ehefrau von allen wahrzunehmen hatte. Zu allem Überfluss meldete dann auch noch die Tankanzeige, dass der Treibstoff bedrohlich zur Neigung gegangen war. Also, so höre ich später von ihr, musste noch schnell die Tankstelle in der Ostallee aufgesucht und der Wagen betankt werden. Au wei, in 5 Minuten wartet man auf sie. Und verdammt: Was ist das denn? Der Zapfhahn passt nicht in den Stutzen! Meine Jutta ist ja eine Frau der Tat: Das, was sie sich vorgenommen hat, wird schnell und konsequent umgesetzt, Widerstand nicht geduldet. Und was nicht passend ist, wird eben passend gemacht! Siehe da, wenn man ein wenig nachhilft und ein ganz klein bisschen Druck einsetzt, ZACK, macht der Zapfhahn das, was er soll: Das Fahrzeug kann mit Treibstoff befüllt werden. Die Weiterfahrt. Plötzlich ruckelt und stockt der Motor so seltsam. Und dann leuchtet im Armaturenbrett eine Warnlampe und bei meiner ehemals besten Ehefrau die ernüchternde Erkenntnis auf, dass wir ja unseren alten Diesel-VW Bus in einen wunderschönen neuen Benziner VW Golf eingetauscht haben, der dickflüssigen Kraftstoff nicht ganz so gut verträgt. Peinlich, peinlich! Zwar tauscht man sich regelmäßig mit dem Ehegatten über“Threema” aus, doch warum sollte man ihn wegen einer solchen klitzekleinen Panne beunruhigen. Mit Mühe und Not quält sich der Wagen noch gerade so nach Mariahof.

Und jetzt beginnt des Dramas zweiter Teil. Ich komme mit meinem Roller nach Hause und staune: Steht doch der Golf vor der Türe und meine liebe Frau hatte doch Termine wahrzunehmen? Na ja, denke ich, sie war umweltbewusst und ist mit dem Bus gefahren. Ich brauche das Fahrzeug nicht und will es in die Garage fahren. Aber was ist das denn? Der Motor orgelt nur ein wenig und nichts tut sich. Ich fluche: Ein neues Auto und schon der Motor Kaput. Das soll deutsche Wertarbeit sein? Zufällig kommt Dietmar Schmitt vorbei, der bekanntlich technisch sehr versiert ist- „Lass mich mal“, sagt er und probiert und probiert. Nichts. Der Anlasser gibt klagende Laute von sich, sonst nichts. Er öffnet die Motorhaube. Am Motor ist nichts zu erkennen. Auch er ist ratlos. Also alarmiere ich schnell den ADAC Pannendienst, als plötzlich das Telefon klingelt: „Rühr auf keinen Fall das Auto an!“, befiehlt mir meine liebe Ehefrau, „Es wird noch gebraucht!“ „Das wird nicht gehen“, antworte ich frustriert, „Das Auto ist kaputt“. „WAS!“, schreit sie plötzlich ins Telefon, „Du hast versucht das Auto zu starten? Das durftest Du nicht!! Hat die Werkstatt gesagt.“ Und dann kam das Geständnis. Ich drücke voller Wut wortlos das Gespräch weg und bestelle den ADAC ab.

Heute kam mit der Post die Werkstattrechnung: Ich werde nie wieder über den blöden Sketch von Mario Barth lachen!

Dienstag, 3.6.2014

Mit meiner Frau war ich heute in Bitburg anläßlich der Premiere in den Räumen der Sparkasse eines wirklich sehr aufrührenden, aber auch wichtigen Films, über die Geschichte der Juden im Grenzgebiet Deutschland, Luxemburg, Belgien, in dem auch meine Frau interviewt wurde.

Montag, 2.6.2014

Heute war ich zunächst in Mainz, wo eine gute langjährige Freundin von mir ihren 60. Geburtstag feierte.

Am späten Nachmittag war dann die konstituierende Sitzung der CDU Stadtratsfraktion.

Erwartungsgemäß wurde Dr. Ulrich Dempfle einstimmig zum Fraktionsvorsitzenden gewählt. Stellvertreter wurden Birgit Falk und Udo Köhler.

Montag, 26.5.2014

Bis in die Nachmittagsstunden habe ich dann im Wahlbüro weiter ausgezählt, d.h. die Stimmzettel mussten ausgewertet und in den PC eingegeben werden.

Dann das erlösende Ergebnis: Die CDU hat einen Sitz gewonnen und ist jetzt mit 20 Mitgliedern im Stadtrat vertreten. Ich selbst konnte mich um einen Platz verbessern. Aber das erfreulichste und überraschendste für mich war, dass sich meine Frau von Listenplatz 26 auf Platz 21 verbessern konnte. Sie ist somit erste Nachrückerin im Stadtrat.

Sonntag, 25.5.2014

Tag der Europa- und Kommunalwahl. Ich war den ganzen Tag als Wahlvorstand im Einsatz.

Freitag, 23.5.2014

Heute war Aufsichtsrat der Stadtwerke. Viele interessante Projekte wurden vorgestellt, über die ich natürlich hier nichts sagen darf. Anschließend ein bisschen Wahlkampf: zusammen mit vielen jungen Leuten habe ich mit der Jungen Union eine Kneipentour durch Trier gemacht.

Mittwoch, 21.5.2014

Ein interessantes Gespräch über wirtschaftspolitische Fragen in Trier fand heute zwischen Mitgliedern des Vorstandes der IHK-Trier und Vertretern der CDU-Stadtratsfraktion statt. Natürlich war auch die Verkehrspolitik ein ganz wichtiges Thema. Die Handwerkskammer ist besorgt darüber, dass der Moselaufstieg nicht realisiert werden könnte.

Dienstag, 20.5.2014

Bei der heutigen Schulung für Wahlvorsteher habe ich erfahren, dass die Stadtverwaltung Trier hat in Absprache mit dem Landeswahlleiter entschieden hat, die Wahl zum Ortsbeirat in Trier-Olewig wie geplant am kommenden Sonntag stattfinden zu lassen.
Na, wenn das mal keine neuen Probleme gibt: Denn auf der Liste steht der Kandidat, der bekanntlich nicht wusste, wo er wohnt und demzufolge dort auch gar nicht kandidieren darf.

Was ist, wenn ein Wähler, der nicht weiß, dass der Kandidat nicht wusste, wo er wohnt, ihn wählt? Muss oder darf der Wahlvorstand vorher darüber informieren, dass derjenige gar nicht der Liste stehen darf, weil er nicht im Stadtteil wohnt?

Und umgekehrt: Was ist mit dem Wähler, der aufgrund der Berichterstattung weiß, dass der Kandidat dort nicht wohnt und deshalb denkt, er dürfe die Partei auch nicht wählen. Wird das Ergebnis für die Partei, für die er kandidiert, jetzt verfälscht?

Und diese: Die wusste ja auch nicht, wo der Kandidat wohnt und hätte vielleicht jemand anders aufgestellt. Ein Grund zur Anfechtung?

Was ist mit dem Kandidaten selbst , der vielleicht gerne für den Ortsbezirk Trier-Mitte kandidiert hätte, wo er wirklich wohnt? Ihn hat ja niemand von offizieller Seite drauf hingewiesen, dass er nicht weiß, wo er wohnt.

Fragen über Fragen! Hoffentlich geht das gut!

Also ich weiß nur eines: Verwaltungsgerichte können da sehr pingelig sein

Montag, 19.5.2014

Wer hätte das gedacht? Weil einige tief und fest geschlafen haben, musste heute noch einmal der Stadtrat zusammentreten, um einen neuen Termin für die Ortsvorsteherwahl in Olewig festzulegen. Es wurde allerdings die kürzester Stadtratssitzung, an der ich jemals teilgenommen habe.

Mittwoch, 14.5.2014

Die Arbeitsgruppe “Verkauf Christuskirche” hat sich heute zu einem Arbeitstreffen zusammengefunden, um die Bewerbungen für den geplanten Investorenwettbewerb zu sichten Wer wird den interessantesten Entwurf vorlegen, was aus dem Gelände in Heiligkreuz werden wird? Wir dürfen gespannt sein.

Donnerstag, 8.5.2014

Peinliche Panne mit Folgen

Rathaus stellt leichtfertig unrichtige Wählbarkeitsbescheinigung aus

14-08-05 BescheinigungMan kann sicher heftig darüber streiten, ob der 31jährige Leif-Erik Klinnert (FDP, Trier) tatsächlich ein geeigneter Kandidat für die Position eines Ortsvorstehers wäre, wenn er nicht einmal weiss in welchem Ortsbezirk er wohnt. Schliesslich war vor gar nicht allzu langer Zeit Bundestagswahl, so dass man einmal davon ausgehen kann, dass er eine Wahlbenachrichtigung für ein Wahllokal erhalten hat, dass nicht in Olewig gelegen haben kann.
Doch das ist nicht das Problem:
Erschreckend ist, wie leichtfertig von der Verwaltung offenbar die Bescheinigungen zur Wählbarkeit ausgestellt werden, die jede/r Kandidat/in einreichen muss, bevor er/sie überhaupt zur Wahl, sei es als Ortsvorsteher, für den Stadtrat oder Ortsbeirat antreten kann.

Man sollte doch annehmen, dass die Verwaltung die Voraussetzungen, nämlich dass der/diejenige seit 3 Monaten in dem jeweiligen Ortsbezirk seinen/ihren Hauptwohnsitz hat und nicht aus irgendwelchen gesetzlichen Gründen von der Wählbarkeit ausgeschlossen ist, anhand des Eintrages im Einwohnermeldeamt überprüft. Dass es schließlich Sinn und Zweck dieser Bescheinigung und dürfte auch leicht zu bewerkstelligen sein. Ein kurzer Blick genügt!

Offenbar geschieht dies jedoch nicht, denn anders ist die peinliche Panne nicht zu erklären.
Die Sorglosigkeit, mit der solche Bescheinigungen offenbar erteilt werden, kommt dem Steuerzahler teuer zu stehen, denn die zusätzlich anzuberaumen der Wahl wird viel Geld verschlingen.

Schlimmer ist der immaterielle Schaden: Wie viele werden bereit sein, am 24. August, dazu noch mitten in den Sommerfreien, erneut zu den Wahlurnen zu gehen? Leidtragende werden diejenigen Kandidatinnen und Kandidaten sein, die aber nun überhaupt gar nichts für die verfahrene Situation können. Sie werden einen frustrierenden Wahlkampf durchstehen und sich auf geringe Wahlbeteiligung einstellen müssen.
Ein wenig mehr Sorgfalt hätte das leicht verhindern können!

Freitag, 9.5.2014

Heute durfte ich zu Gast sein, als OB Jensen das Europa-Volksfest in Trier eröffnete.

Neuorientierung dringend erforderlich

Europavolksfest droht in der Bedeutungslosigkeit zu versinken

14-05-09_Europavolksfest_1Können Sie sich noch an das alte Europa-Volksfest erinnern? Es war DAS Ereignis des Frühlings in Trier. Schon von weitem war das Riesenrad zu sehen, Symbol dafür, das hier etwas ganz besonderes stattfindet.

Und da gab es noch ganz am Anfang das gemütliche französische Dorf, mit Geschäften und Orten, die zum Verweilen einluden, Achterbahnen, unter anderem eine Wasser-Achterbahn, viele Fahrgeschäfte, und vieles mehr, was tausende Besucher anzog.

Wenn man sich dahin gegen das heutige Fest ansieht, wie es sich präsentiert, ist man schon etwas wehmütig. Was ist von dem einstigen tollen Ereignis zurückgeblieben: Von einem VOLKSfest kann sich nicht mehr die Rede sein. Eine ganz normale Kirmes, nichts besonderes mehr, so traurig wie die Homepage, die für die Veranstaltung wirbt.

Es liegt mit Sicherheit nicht an den jetzigen Veranstaltern, Georg Sonnier und seinen Partnern, die sich alle Mühe geben. aber irgendwie hat sich dieses Fest tot gelaufen., das der bekannte Schausteller Oskar Bruch ins Leben gerufen hat, 2007 hatte er sich zurückgezogen. 2008 wurde noch einmal ein Versuch gestartet, der indes misslang, 29009 fiel das Fest ganz aus und ab 2010 gab es dann den Neuanfang. Dieser begann hoffnungsvoll, Alarm zur leider jedoch. Immer weniger Besucher hatten zur Folge, dass das Fest für immer weniger Schausteller attraktiv wurde. Ein Teufelskreis.

Man wird sich dringend überlegen müssen, dieses Fest von Grund auf ein neu zu organisieren und neu zu gestalten.

Zunächst sollte man davon Abstand nehmen, die 2 Euro Parkgebühr zu erheben. Das schreckt schon einmal viele ab, den Festplatz zu besuchen.

Am Abend tagte ich mit dem Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Trier. Unter anderem ging es darum, eine frei gewordene Pfarrstelle neu zu besetzen. Zahlreiche Bewerbungen sind eingegangen. Diese gilt es nun zu sichten und zu entscheiden, welche Pfarrerinnen und Pfarrer zu persönlichen Gesprächen eingeladen werden.

Mittwoch, 7.5.2014

Der Verkehrsverbund der Region Trier (VRT) tagte heute in Bitburg. Ich bin dort Mitglied des Aufgabenträger- und Unternehmensausschusses und der Verbandsversammlung. In der Sitzung wurde wurde über den Sachstand des ÖPNV-Konzeptes Rheinland-Pfalz Nord berichtet. Und dann ging es um die Entwicklung des Ticket-Verkaufs. Nähere Infos -> hier.

Dienstag, 6.5.2014

Heute tagte zum letzter Mal in dieser Wahlperiode der städtische Rechnungsprüfungsausschuss. Es war wieder über zahlreichen Beanstandungen des Amtes zu beraten. Ratsmitglied Jürgen Plunien, der fürden nächsten Stadtrat nicht wieder kandidieren wird, verabschiedete sich als Vorsitzender dieses Ausschusses.

Montag, 5.5.2014

Im Rahmen unserer Aktion „Fraktion vor Ort“ haben wir heute Trier-Süd besucht und interessante Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern des Stadtteils führen können. Für mich übrigens ein besonders faszinierender Stadtteil in Trier, der durch seine vielen Facetten begeistert.

Samstag, 3.5.2014

Anlässlich einer Familienfeier habe ich heute Düsseldorf besucht und wollte mir natürlich auch einen Eindruck von der berühmten Altstadt, der längsten Theke der Welt, verschaffen. Nun, wenn ich ehrlich bin, hat mich der ganze Trubel nicht so ganz überzeugt.

Donnerstag, 1.5.2014

A14-05-01 Mainwanderungm 1. Mai habe ich, wie schon seit einigen Jahren, an einer geführten Wanderung durch den Mattheiser Wald teilgenommen. Revierförster Matthias Coulon (auf dem Foto links) führte – wie immer – sachkundig durch den Wald und erläuterte die aktuellen Probleme des Naturschutzes Anschließend geselliges Beisammensein am Gut Mariahof, organisiert vom Bürgerverein Mariahof Leider hat der aufkommende Regen die schöne Atmosphäre dann etwas gestört.

 

 

Mittwoch, 23.4.2014

Wenige, aber sehr schöne und erholsame Osterferientage durfte ich mit meiner Familie verbringen. Zunächst sind wir nach Strassburg gefahren, denn ging es in den Europapark in Rust.

Freitag 11.4.2014

Die Vorschläge, die auf der CDU-Mitgliederversammlung verabschiedet wurden, sind eingearbeitet worden. Heute hat der CDU Kreisvorstand auf seiner Sitzung der Endfassung des CDU-Programms für die Wahl 2014 verabschiedet.

Das gesamte Programm kann -> hier nachgelesen werden.

Mittwoch, 9.4.2014

Heute war die letzte Sitzung des Ortsbeirates Trier-Mariahof in dieser Legislaturperiode. Zu beraten gab es wenig. Da es die letzte Sitzung unter Leitung der langjährigen Ortsvorsteherin Maria Marx war, wurde diese gebührend gewürdigt und verabschiedet. Alle Beteiligten betonten noch einmal, wie gut die Zusammenarbeit im Mariahofer Ortsbeirat zwischen den einzelnen vertretenen Gruppen war: Es geht eben auch ohne Parteien-Gezänk, wenn man natürlich auch das ein oder andere Mal heftig über die Sache streiten kann.

Sonntag, 6.4.2014

Heute morgen habe ich zusammen mit meiner Frau die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen besucht.

Freitag, 4.4.2014

Da meine Frau Delegierte beim Bundesparteitag der CDU in Berlin war, habe ich heute – unmittelbar im Anschluss an die Sitzung des Aufsichtsrates der Stadtwerke Trier mit dem Zug die Reise nach Berlin unternommen, um sie dort zu besuchen.

Samstag, 29.3.2014

Auf Einladung der Jungen Union der Stadt Trier habe ich heute zum Thema “Kommunale Akzente setzen! Trotz leerer Kassen?” referiert. Ja, es gibt Möglichkeiten, trotz des notorischen Haushaltsdefizits noch Kommunalpolitik zu gestalten. Ich konnte mit den jungen Leuten sehr aufschlussreiche Gespräche führen führen.

14-03-29 JU

Foto: JU-Trier

Mittwoch, 26.3.2014

“Damit sich was bewegt!”: unter diesem Motto steht das Kommunalwahlprogramm der CDU 2014, das wir heute auf einem Sonderkreisparteitag das beraten und verabschiedet.

Bernhard Kaster hatte mich beauftragt, einen Entwurf auszuarbeiten, der dann in einer Arbeitsgruppe vorberaten wurde, und jetzt den14-03-26 CDUMitgliedern zur Diskussion vorgestellt wurde.

Ich habe das Programm den Mitgliedern vorgestellt, es entwickelte sich im Anschluss eine sehr lebhafte und Interessante Diskussion. (Foto: JU-Trier)

Das Programm können habe ich –> hier zum Nachlesen abgelegt.

 

Freitag 14.3. bis Sonntag 16.3.2014

Bereits zum 2. Mal habe ich mit der Abteilung, die ich bei der Staatsanwaltschaft Trier leite, eine Städtereise unternommen. Diesmal ging es nach Köln.

Höhepunkt war natürlich das gemeinsame Gespräch mit Oberstaatsanwalt a.D. Egbert Bülles, der von seiner interessanten und aufreibenden Tätigkeit als Leiter der OK-Abteilung bei der Staatsanwaltschaft Köln erzählte und uns sein Buch “Deutschland Verbrecherland” vorstellte.

Köln

Freitag, 7.3.2014

Am Mittwoch hat die Fastenzeit begonnen. Auch für uns evangelische Christen kann diese eine Bedeutung haben. In der heutigen Presbyteriumssitzung habe ich eine Andacht zu dem Thema gehalten:

Ich habe etwas mitgebracht.
Milka, „Die zarteste Versuchung, seit es Schokolade gibt.“, so lautet der Werbespruch der Jacobs Suchard GmbH, erdacht im Jahre 1972, der noch heute in aller Munde ist.
Was jetzt mit diesem Geschenk tun? Das ist doch gar keine Frage, oder: Sich darüber freuen, essen und genießen, das ist doch klar!
Doch halt, der oder die ein oder andere hat sich vielleicht vorgenommen, während der Fastenzeit, die jetzt begonnen hat, auf Süßigkeiten zu verzichten.
Ist doch egal: „Der einzige Weg eine Versuchung loszuwerden, ist, ihr nachzugeben“, sagte Oscar Wilde in seinem Buch „Das Bildnis des Dorian Gray“.
Also, guten Appetit! Oder doch nicht?
Habe ich jetzt den einen oder die andere in einen Konflikt gebracht? Vielleicht wird sich ja sogar jemand über mich fürchterlich ärgern, dass ich ihn oder sie in Versuchung geführt habe.
Wie dieses Problem jetzt lösen?
Möglicherweise beruhigt es, dass sich die Menschen im ersten Jahrhundert nach Christus ähnlichen Problemen gegenüber sahen.
Jakobus der Gerechte – nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Apostel – eine zentrale Gestalt und eine der wichtigsten Persönlichkeiten der Jerusalemer Urgemeinde, hatte sich Gedanken über diese Fragen gemacht und wollte diese auch an seine Glaubensbrüder- und -schwestern weitergegeben.
Heute hätte er auf Facebook einer News-Group, die sich „Urchristen außerhalb von Palästina“ nennt, eine Nachricht gepostet. Damals hatte er ganz einfach einen Brief geschrieben, eine Ansprache verfasst, auch „Epistel“ genannt, die sich mahnend und ermunternd an die gesamte damalige Christenheit wendet, insbesondere an die 12 Stämme, die außerhalb Israel existierten.
Jakobus geht es dabei in seinem Posting nicht um Glaubensgrundlagen, die setzt er einfach als bekannt voraus. Nein, er hat so eine Art Gebrauchsanleitung für den Lebensalltag für angehende Christen verfasst.
Sie erläutert, wie man sich als Christ im Alltag verhält und behandelt deshalb ganz praktische Fragen, die noch heute aktuell sind, wie etwa das Problem, esse ich jetzt das von Thomas Albrecht geschenkte Schokoladentäfelchen oder nicht?
Ich lese aus Kapitel 1 dieses Jakobus-Briefes die Verse 12 – 18 in der Einheitsübersetzung:

Glücklich der Mann, der in der Versuchung stand hält.
Denn wenn er sich bewährt, wird er den Kranz des Lebens erhalten, der denen verheißen ist, die Gott lieben.
Keiner, der in Versuchung gerät, soll sagen: Ich werde von Gott in Versuchung geführt. Denn Gott kann nicht in die Versuchung kommen, Böses zu tun, und er führt auch selbst niemand in Versuchung. Jeder wird von seiner eigenen Begierde, die ihn lockt und fängt, in Versuchung geführt. Wenn die Begierde dann schwanger geworden ist, bringt sie die Sünde zur Welt; ist die Sünde reif geworden, bringt sie den Tod hervor.
Lasst euch nicht irreführen, meine geliebten Brüder; jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben, vom Vater der Gestirne, bei dem es keine Veränderung und keine Verfinsterung gibt.
Aus freiem Willen hat er uns durch das Wort der Wahrheit geboren, damit wir gleichsam die Erstlingsfrucht seiner Schöpfung seien.

Das Thema Versuchung zieht sich bekanntlich wie ein roter Faden durch die Bibel. Es beginnt mit der berühmten Schlüsselszene in der Schöpfungsgeschichte, in der – verführt von der Schlange, dem Sinnbild für das Bösen – die Frau den Mann verlockt, von den verbotenen Früchten des Baumes der Erkenntnis zu essen. Es setzt sich fort mit der Erzählung über Jesus, der nach seiner Taufe in der Wüste vom Teufel versucht wird, von seinem richtigen Wege abzurücken und mündet schließlich in den eben vorgetragenen Gedanken von Jakobus.
Was will uns Jakobus mit seinen Worten zu dem Thema
sagen?
Ich will einmal 4 zentrale Punkte hervorheben.

1.
Jakobus erinnert uns daran, dass Versuchungen, etwas Unrechtes zu tun, eine unausweichliche Realität unseres Daseins sind.
Wir sind ihnen tagtäglich ausgesetzt: Kleinen, großen, solchen, die folgenlos bleiben und solchen, die in Katastrophen münden:
Mit dem Auto zu schnell fahren, zu viel essen oder trinken, zu lange schlafen, keinen Sport treiben, den Partner oder die Partnerin belügen, um einem Problem auszuweichen, und so weiter und so fort, ich könnte die Reihe endlos fortsetzen.

OK, das wissen wir. Wir ärgern uns oft genug darüber, besonders immer dann, wenn wir einer solchen Versuchung erlegen sind.
Und oft versuchen wir in einem solchen Fall, die Verantwortung von uns abzuwälzen.
Ich erinnere mich noch gut an ein Gerichtsfall, den ich vor vielen Jahren zu verhandeln hatte:
Damals existierte noch die Unterführung zwischen Simeonstraße und Paulinstraße. Angeklagt war ein Mann, der von der Polizei in flagranti dabei ertappt wurde, wie er aus einer zerborstenen Scheibe eines Schaufensters in dieser Passage, Wertsachen herausnahm, Pelzmäntel, Handtaschen, was da halt so stand.
Der vielfach einschlägig vorbestrafte Mann saß mit traurigen Augen in der Anklagebank und sagte schulterzuckend im besten Trierisch zu der Richterin: „Wissen Sie, Frau Richterin, ich hatte in der „Sim“ einen getrunken. Wie ich durch die Porta-Nigra-Passage nach Hause gehe, da sehe ich plötzlich, dass die Scheibe der Verkaufsauslage eingeschlagen ist. Da habe ich halt hineingegriffen. Er drehte bedauernd seinen Kopf zur Richterbank, wobei sein Kopf noch tiefer in seine Schultern sank und seine Augen sich zu einen noch traurigeren Gesichtsausdruck verzogen. Er spreizte seine Hände nach oben: „Ich frage Sie, Frau Richterin: was hätten Sie an meiner Stelle gemacht?“

Derjenige, der sich fest vorgenommen hat, während der Fastenzeit keine Süßigkeiten zu essen und der jetzt gleichwohl das kleine Täfelchen verzehrt, weil es ja so gut schmeckt, wird vielleicht denken: „Das ist doch nur dieser dumme Thomas Albrecht schuld, hätte der doch nicht in einer Andacht während der Fastenzeit Schokolade mitgebracht!“

Doch Jakobus beraubt uns der Illusion, die Verantwortung dafür, Versuchungen zu erliegen, auf Dritte abschieben zu können.
Denn er postuliert
2.
Keiner, der in Versuchung gerät, soll sagen: Ich werde von Gott in Versuchung geführt.
Niemand darf sein eigene Verantwortung auf andere schieben, schon gar nicht auf Gott.
Denn jeder entscheidet für sich selbst, ob er jetzt das Schokoladentäfelchen isst oder nicht, jeder trifft eine eigenverantwortliche Entscheidung darüber, ob er von den Früchten des verbotenen Baumes nascht, ob er zu viel Alkohol trinkt, Zigaretten raucht und so weiter.

Und wenn wir im Vater Unser beten „…und führe uns nicht in Versuchung“, so ist das kein Widerspruch zu dieser These, sondern lediglich auf eine Ungenauigkeit in der Übersetzung zurückzuführen: „Lass uns nicht in Versuchung geraten“, wie es der katholischer Katechismus formuliert, muss es wohl richtig verstanden heißen.
Nein, wir dürfen und sollen um Gottes Beistand bitten, er kann uns helfen, die richtige Entscheidung zu treffen, aber wir werden nicht aus der eigenen Verantwortung entlassen.

Jakobus weist uns dann

3.
auf die schlimmen Gefahren hin, die lauern, wenn wir einmal Versuchungen erliegen.
„Wenn die Begierde dann schwanger geworden ist, bringt sie die Sünde zur Welt; ist die Sünde reif geworden, bringt sie den Tod hervor.“
Ist das übertrieben?
Vielleicht hat das zunächst der 38jährige Mann auch gedacht, als er vergangenen Sonntag in Graach erst der Versuchung erlegen ist, viel zu viel Alkohol zu trinken und dann der noch schlimmeren, in diesem Zustand seinen Geländewagen zu besteigen und damit loszufahren: Er raste dann gegen ein am Straßenrand wartendes Taxi und tötete die 59jänhrige Insassin.
Machen wir uns nichts vor: Mögen auch die meisten Versuchungen, denen wir erlegen, folgenlos bleiben oder zumindest verkraftbare Konsequenzen nach sich ziehen, es gibt auch die Fehltritte, die in großen, fürchterlichen Katastrophen münden, die nie wieder gutzumachen sind. Daran sollten und müssen wir stets denken.
Eine SMS auf dem Smartphone während des Autofahrens geschrieben kann völlig ohne Folgen bleiben, zu einem Bußgeld führen, das man bezahlen muss, wenn man ertappt wird, oder auch für einen selbst und andere Verkehrsteilnehmer tödlich enden, wenn es zu einem Unfall kommt.

Doch auf Gefahren hinzuweisen ist die eine Sache. Sie wirklich zu vermeiden, die andere, die entscheidende.
Wirklich weiter hilft es also nur, wenn man auch eine konkrete Handlungsanweisung erhält, wie man den Verführungen denn begegnen soll.
Aber auch hier lässt uns Jakobus nicht allein.
Denn er zeigt uns
4.
einen Weg auf, den wir beschreiten sollten, entwickelt eine Vermeidungsstrategie, um es modern auszudrücken:
Wir sollen auf Gott hören, mahnt er uns, denn „jede gute Gabe kommt von ihm“.

Was soll man jetzt mit einem solchen Hinweis anfangen? Was heißt das? Ist das nicht viel zu allgemein, zu unkonkret?

Ich will an dieser Stelle nur eine Möglichkeit aufzeigen, wie man den Vorschlag umsetzen kann, auf Gott zu hören:

Innehalten, nachdenken, meditieren, zuhören, auf Gott hören. Nicht immer agieren, sondern einmal nichts tun!
Und gibt es eine bessere Gelegenheit hierzu, als die Fastenzeit zu einem solchen Innehalten zu nutzen?
Eben einmal auf etwas verzichten, um zu hören, zu spüren, welche Versuchungen es gibt, ob sie gefährlich sind, ob man besser ihnen nicht erliegen soll.
Dabei ist es gleichgültig, mit welchen Dingen wir den Verzicht üben.

Mir gefällt das Verständnis unserer evangelischen Kirche zur Fastenzeit deshalb gut, wobei es danach beim Fasten nicht um eine Rückkehr zu überlieferten Speiseregeln geht, sondern um das Aufbrechen eigener Gewohnheiten, um dem Heiligen Geist Raum zu geben. Seit rund 25 Jahren schon verbinden wir evangelische Christen diese geistliche Praxis auch wieder mit einer körperlichen:
Dem Verzicht auf liebgewonnene Gewohnheiten wie gut Essen, Rauchen, Alkohol trinken, Fernsehen, oder ganz aktuell das Autofahren. Autofasten, eine Aktion, die am 17.3. beginnt.
Ein gutes, konkretes Beispiel für das, was ich meine: Auf die Bequemlichkeit der Benutzung des eigenen Fahrzeuges verzichten, um darüber nachzudenken, welche Folgen für die Umwelt und uns selbst der unbedachte Autobenutzung hat.
„Selber denken – 7 Wochen ohne falsche Gewissheiten“, ist deshalb ein passendes Motto der Evangelische Kirche in Deutschlands, unter dem sie einlädt, die Zeit vor Ostern bewusst zu gestalten.
Ich weiß, das ist nicht immer einfach, wie das Beispiel Verzicht auf das Autofahren zeigt. Es kostet Überwindung, ist lästig und unbequem.
„Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.“, heißt es in Matthäus 26 Vers 41.

Gleichwohl denke ich, es ist mehr als einen Versuch wert. Als Belohnung winkt Erkenntnisgewinn und vielleicht auch irgendwie ein erfüllteres Leben. Wie hat Jakobus es doch ausgedrückt: Man hat die Chance, den „Kranz des Lebens erhalten“. Wir sollten sie nutzen!

Montag, 2.3.2014

Ja ich habe es gewagt und bin dem Karneval entflohen: Mit meiner Familie habe ich einen Ausflug nach Luxemburg unternommen.

Donnerstag, 27.2.2014

Weiberfastnacht! Meine Gedanken darüber, wie man den Tag am Besten feiern kann, hier:

Trier eine Stadt mit viel Problemen ist,
die Rat und Verwaltung eigentlich lösen müsst.
Doch anstatt in Eintracht zusamm‘ zu stehen
und die Probleme anzugehen,
man heft‘ge Diskussionen führt,
und sich politisch nur im Streit verliert.
Aus Angst davor, was falsch zu machen,
erdenkt‘ man tausend andere Sachen.
So zum Beispiel man mit aller Kraft
runde Tische und viel Konzepte schafft,
die schon bald, wie der Bürger ganz erstaunt erfährt,
weil alles anders ist, nichts mehr sind wert.
Weil Rat und Verwaltung so in Zweitracht sind getrennt
der Bürger sie nur Narrenkäfig nennt.

Der Bürger also voller Frust,
an Kommunalpolitik verliert die Lust.
Wenigstens einmal im Jahr will er’s vergessen
beim Karneval-Feiern, ganz angemessen.
Doch weil‘s einige dummdreiste Narren gibt,
die sich geben gänzlich ungeniert,
anstatt zu feiern, sich den Kopf vollsaufen
bis sie umkippen, s‘ist zum Haare raufen!
Damit die nicht allzu sehr rumwüten,
man musst zunächst das Feiern ganz verbieten.
Dann gab die ATK einen guten Rat
und einen Narrenkäfig man geschaffen hat,
in dem man wenigsten unter Aufsicht feiern konnt,
doch für viele war das indes sehr ungewohnt!

Drum heut‘ zum Karneval rufe ich, Stadtrat von der CDU,
Euch allen ganz versöhnlich zu:
Lasst in Trier Einsicht und Vernunft obwalten,
Stadtpolitik mit Augenmaß gestalten,
und ich sage Euch mit dem Gedicht:
Wir brauchen die Narrenkäfige nicht!

 

Dienstag, 18.2.2014

Stadtratssitzung:

SPD und Grüne kontra Ortsbeirat

Hindenburgstraße und kein Ende!

Hindenburgstrasse „Da-da-di-da-daa…“, trällerte trällerte Andrea Nahles im September 2009 Im deutschen Bundestag „Ich mach mir die Welt, wide wide wie sie mir gefällt…“, Ihr schaurig schön falscher Sing-Sang, mit dem sie die Regierung kritisieren wollte, ging damals durch die gesamte Medienwelt.
Jetzt – sollte man meinen – haben SPD und Grüne in Trier dies als Aufforderung aufgefasst, ebenso zu handeln.
Der Hintergrund:
Im Februar dieses Jahres hatte der Stadtrat, den – so denke ich – eindeutigen Beschluss gefasst, dass vor einer eventuellen Umbenennung der Hindenburgstraße, der Ortsbeirat und die Anwohner zuvor unmittelbar zu beteiligen sind. Denn die Benennung von Straßen war und ist schon immer eine ureigene Aufgabe der Ortsbeiräte, die bis dato nie bestritten wurde. Und die Anwohner sind schließlich von einer Umbenennung direkt betroffen.
Der Ratsbeschluss wurde umgesetzt und führte zu einem eindeutigen Ergebnis: 88 % der Anwohner sprachen sich gegen eine Umbenennung aus. Der Ortsbeirat Trier-Mittel-Gartenfeld hat sich in der Sitzung vom 2. Juli 2013 mehrheitlich gegen eine Umbenennung ausgesprochen.

Alles klar, oder? Keineswegs: Trotz dieser eindeutigen Voten lehnte der Stadtrat am vergangenen Dienstag mit Stimmen von SPD und Grünen einen Verwaltungsvorschlag, nunmehr von der Umbenennung der Hindenburgstraße abzusehen, ab.
Ein wirklich seltsames Demokratieverständnis, das hier zum Ausdruck kam. Hatte doch ausgerechnet immer wieder die SPD zuvor gefordert, die Kompetenzen der Ortsbeiräte zu stärken. Jetzt entlarvt sich diese Forderung als unglaubwürdiges Lippenbekenntnis.
Völlig absurd auch die Begründung, mit denen der Verwaltungsvorschlag abgeschmettert ist: Es würden durch die Hindenburgstraße alle Trierer fahren, als ob dies nicht für alle Straßen von Trier gelten würde.

Der SPD Fraktionsvorsitzende Sven Teuber forderte, dass zuvor die gesamte Stadt an der Entscheidung zu beteiligen sei.
Den Einwand von Oberbürgermeister Klaus Jensen (SPD), wie dies denn zu bewerkstelligen sei, alle Bürger einzubinden, konnte er natürlich nicht beantworten.
Größten Respekt gebietet übrigens das Verhalten des Oberbürgermeisters, der bekanntermaßen ein Befürworter der Umbenennung gewesen ist, sich nunmehr aber – im Gegensatz zu seinen Parteifreunden – konsequent an den getroffenen Beschluss, im Stadtrat, hält.

Damit ich nicht missverstanden werde: es geht hier nicht darum, die äußerst zweifelhafte Rolle Hindenburgs als Steigbügelhalter für die Nazis in irgendeiner Form in Zweifel zu ziehen. Gerade aus diesem Grunde habe ich mich seinerzeit vehement dafür eingesetzt und initiiert, dass das Hindenburg Gymnasium umbenannt wird.
Es gibt viele Straßen in Trier, die Namen von problematischen Persönlichkeiten tragen. Wir können nicht hingehen und jeden dieser Namen auf seine historische Korrektheit hin untersuchen.
Hier geht es um die zentrale Kernfrage, ob man eine Entscheidung, die man anderen Gremien übertragen hat, auch akzeptiert, auch wenn sie einem nicht gefallen.
Dazu sind SPD und Grüne ganz offenbar nicht bereit, weil ihnen die getroffene Entscheidung nicht gefällt. Das ist für mich ein trauriges, ja bedenkliches Demokratieverständnis.

Samstag, 15.2.2014

In einer ganztägigen Sitzung des Presbyteriums der Evangelischen Kirchengemeinde Trier haben wir einmal über Dinge intensiv beraten, für die sonst keine Zeit ist.

Montag, 10.2.2014

Endlich: Lasinskystraße wird umgebaut

Ausbau der Straßen und Wege auf Mariahof schreitet langsam voran

Lasinskystraße 2Es ist schon ziemlich in die Jahre gekommen, das alte Lainsystraßensch ild. Doch vor allem die Straße selbst bedarf dringend einer Erneuerung. Jetzt endlich, die Anwohner haben schon lange darauf gewartet, soll es soweit sein. Im nächsten Stadtrat soll der Baubeschluss getroffen werden.

Vorbereitet wurde der Beschluss durch eine Arbeitsgruppe, die aus Vertretern der Verwaltung und der Anwohner bestand.
Die wesentlichen Neuerungen, die indes nicht ganz unbestritten sind:

  • Es wird kein verkehrsberuhigter Bereich geschaffen werden, aber Tempo 30 angeordnet.
  • Der erste Teil der Straße (siehe Foto) wird noch beidseitig befahrbar bleiben, dann wird die Straße aber zu einer echten Einbahnstraße. Nur Fahrradfahrer dürfen in beide Richtungen fahren.
  • Der Fußgängerweg bleibt beidseitig erhalten und wird breiter. Mehr Raum für Fußgänger, so steht es ja auch im Mobilitätskonzept. Dadurch fallen aber auch einige Parkplätze weg

In der nächsten, öffentlichen Sitzung des Ortsbeirates am kommen Donnerstag, 13.2., ab 19:00 Uhr im Pfarrheim wird die Verwaltungsvorlage noch einmal beraten. In der Stadtratssitzung am Dienstag, 18.2. soll dann alles endgültig beschlossen werden.

So erfreulich dies ist, bleibt doch ein bitter Nachgeschmack: Der Ausbau der Straßen und Wege auf Mariahof schreitet wesentlich langsamer voran, als es den Bewohnern des Stadtteils ursprünglich versprochen wurde. Denn eigentlich sollte jetzt schon alles fertig sein”

Sonntag, 9.2.2014

Heute Nachmittag beeindruckend vor allem die Garden beim Ordensfest des KC Grün-Weiß Euren, zu dem ich als Ehrenratsherr eingeladen war.

Samstag, 8.2.2014

Eine ganz tolle Sitzung war das, die der KC Mr Wieweln noch in Zurlauben in der Orangerie des Nells’ Park Hotels heute Abend präsentieren konnte.

Donnerstag, 6.2.2014

In der heutigen Sitzung des Dezernatsausschusses IV wurde bekanntgegeben, dass der Ausbau der Loebstraße nach Auskunft des Landes in diesem Jahr kommen nach wird . Der Haken: Der Rechnungshof ist der Meinung, dass Anlieger zu 50% an Grünstreifen und Fußweg beteiligt werden sollen (Anm: Bau der Fahrbahn ist nicht umlagefähig). Die eindeutige Rechtsprechung sagt aber, dass nur zu 40% Kosten übertragen werden können. LBM sehr starrköpfig. Wenn keine Einigung mit Rechnungshof erzielt werden kann, muss Stadt den Anteil selbst übernehmen.

Das Projekt Umbenennung der Hindenburgstraße wird wohl endlich begraben, nach denn über 80 Prozent der Anwohner dies abgelehnt haben und auch der Ortsbeirat eindeutig dagegen votiert hat. Der Ausschuss hat sich mehrheitlich jedenfalls dafür ausgesprochen.

Montag, 3.2.2014

In der heutigen Fraktionssitzung haben wir mit Vertretern des Einzelhandelsverbandes aktuelle politische Fragen erörtert.

Samstag, 15.2.2013

In einer sehr konstruktiven und ergiebigen Sitzung haben die CDU-Stadtratsfraktion und der CDU Kreisvorstand unter Leitung von Bernhard Kaster eine Stellungnahme zum Entwurf des Schulentwicklungskonzeptes der Verwaltung diskutiert.

 

Donnerstag, 7.2.2013

H13-02-27_Fastnachteute Abend habe ich an einer sehr schönen und unterhaltsamen Karnevalssitzung im Pfarrheim Trier Mariahof teilgenommen. Es ist schön, dass es zwar immer weniger, aber doch noch Menschen gibt, die sich auf diese Art und Weise ehrenamtlich engagieren.

 

 

Dienstag, 28.1.2014

Die Christuskirche soll ja bekanntlich verkauft werden. Ich arbeite in einem Arbeitskreis mit, der diesen Verkauf vorbereitet. Begleitet werden wir durch ein Fachbüro. Heute traf sich dieser Arbeitskreis, um einen Investorenwettbewerb vorzubereiten, um einen geeigneten Käufer und Investor zu finden. Natürlich muss und wird das Vorhaben intensiv mit den Gremien der stadt Trier abgestimmt werden.

Montag, 27.1.2014

Die CDU Stadtratsfraktion hat heute die Europahalle in Trier besichtigt und sich ein Bild von dem aktuellen Zustand gemacht. Sie wird derzeit von dem danebenliegenden Penta-Hotel betrieben. Der Pachtvertrag läuft indes 2017 aus, sodass sich die Frage stellt, was dann mit ihr zu geschehen hat. Die Halle wird nach wie vor gut angenommen, zeichnet sich durch eine besondere Akustik aus und wird als Ergänzung zu der Arena nach wie vor gut angenommen. Sie ist derzeit in recht akzeptablen Zustand, gleichwohl muss sie natürlich auf neustem technischen Stand gebracht werden, vor allem, was die Akustik-Anlage anbetrifft. Aber auch der Umkleidebereich ist dringend renovierungsbedürftig.

Sonntag, 26.1.2014

14-01-26Heute nachmittag war das Ordensfest der roten Funken in der Aula der Berufsbildenden schulen in Trier. Thomas Egger wurde zum neuen Ehrenratsherren ernannt. Auf dem Foto Prinz Marc II bei seinem Auftritt. Anschließend ging ich zum Neujahrsempfang der CDU Trier-Mitte, wo der Stadtbezirksvorsitzende Udo Köhler zahlreiche Gäste begrüßen konnte, unter anderem auch die Oberbürgermeisterkandidatin Hiltrud Zock, die auch ein Grußwort hielt. Festredner war der stellvertretende Landesvorsitzende der CDU Rheinland-Pfalz und Landrat Günther Schartz.

Samstag, 25.1.2014

Heute war die vorbereitende Sitzung für das Trierer Jugendparlament. Mein Sohn Martin ist in den Vorstand des neuen Jugendstadtrates gewählt worden. Da ist der Vater doch ein wenig stolz, muss ich zugeben.

Freitag, 24.1.2014

Heute war ich wieder einmal in meiner alten Heimatstadt Mainz. Zunächst hatte ich dienstlich bei der Staatsanwaltschaft Mainz zu tun. Anschließend habe ich zusammen mit dem Isseler Karnevalsverein eine Sitzung des Mainzer Narrenclubs im Kurfürstlichen Schloß besucht. Es war eine höchst professionelle, beeindruckende Sitzung mit tollen Beiträgen, deren Besuch sich wirklich gelohnt hat.

Mittwoch, 22.1.2014

In der heutigen Sitzung des Dezernatsausschusses IV wurde unter anderem über das Innenentwicklungskonzept Teilbereich Stadtteil Trier-Süd -gesprochen. Er fand große Zustimmung. Es handelt sich indes nur um grobe Vorgaben, die für ev. Investoren in Trier-Süd nur beschränkte Verbindlichkeit haben. Insofern sollte man m.E. Das Konzept soll im März noch im Ortsbeirat beraten werden.

Intensiv diskutiert wurde auch noch einmal das Regionalbahnkonzept. (siehe hierzu Bericht vom Mittwoch, 8.1.2014), d.h. über die Standorte der künftigen Haltepunkte. Eine Entscheidung wurde im Ausschuss indes noch nicht getroffen. Die wird wohl erst im Stadtrat fallen.

Die Ortsbeiräte Ehrang und Pfalzel bringen zusätzlich einen Haltepunkt Kyllbrücke in die Diskussion, um die Eifelstrecke nicht abzuschneiden.
(Der bisherige Bahnhof Ehrang entfällt, da er nicht mehr saniert werden kann).

Verwaltung weist indes darauf hin, dass es nicht möglich sein wird, mit den 19 Millionen, die Land zur Verfügung stellt, der zusätzliche Punkt gebaut werden kann

Dienstag, 21.1.2014

Ein Erlebnis der besonderen Art war der Neujahrsempfang des Fachbereichs “Gestaltung” der Hochschule Trier auf dem Paulusplatz. Unter dem Motto “Kreativität findet Stadt .. auf dem Weg zu neuen Ufern” stellten die Studentinnen und Studenten unter Leitung von Dekan Prof. Franz Kluge ihre Arbeiten in den verschiedenen Fachrichtungen vor. Zur Begrüßung war die gesamte Umgebung, unter anderem die Pauluskirche in ein geheimnisvolles blaues Licht getaucht.

Pauluskirche

Montag, 20.1.2014

In der heutigen Fraktionssitzung wurden die Ausschussitzungen für die kommende Woche vorbereitet.

Samstag 18.1.2014

Parteitag 2014Heute morgen fand derKreisparteitag der Trierer CDU mit Aufstellung der Liste der Kandidatinnen und Kandidaten für den nächsten Trierer Stadtrat statt. Ich selbst wurde auf Platz 6 der Liste gewählt. Mit dem Platz war ich sehr einverstanden, doch hätte ich gerne gewusst, was die 16 Personen, die gegen mich stimmten, denn nun gegen mich vorzubringen hatten.
Für eine allgemeine Überraschung sorgte die Nominierung der ehemaligen Spitzenkandidatin Lydia Hepke auf Platz 13. Erwartungsgemäß wurde Fraktionsvorsitzender Dr. Ulrich Dempfle auf Platz 1 gewählt. In seiner Antrittsrede betonte er, dass es nie wieder eine Mehrheit gegen die CDU im Trierer Stadtrat geben dürfte.

Am Abend nahm ich dann an der Inthronisierung des neuen Karnevalsprinzen der Stadt Trier, Marc II. von Reddy, und Verleihung des Kaiser-Augustus-Ordens an die bekannte Fernsehmoderatorin Birgit Schrowange teil.

ATK-Gala

Freitag, 17.1.2014

Heute habe ich an einer Sitzung der Strategie-Kommission zum ÖPNV teilgenommen.

Breiten Raum hat die Diskussion über die Personalsituation im Fahrdienst eingenommen. Es gibt erhebliche Probleme, Busfahrer zu finden und das hat seine Gründe: Die Bezahlung ist bescheiden, die Arbeitszeiten sind ungünstig und die Ausbildungskosten hoch. Dann gibt es auch die Konkurrenz zu Luxemburg. Neue Arbeitsmodelle sollen geschaffen, Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die Aufstiegschancen verbessert, und die Zufriedenheit gesteigert werden.

Für die Region Trier gibt es ab Dezember 2014 ein neues Regional-Express Konzept. Regelmäßige Direktverbindungen vom Hauptbahnhof Trier in alle Richtungen des Landes mit optimierten Anschlüssen zu den IC- und ICE-Verbindungen an den Zielbahnhöfen sollen geschaffen werden. Die Züge kommen dann gleichzeitig jede Stunde zur Minute 30 an. ) Bisher kamen die Züge je nach Richtung zu den Minuten 45 bzw. 10 an. bringen.) Das Busangebot muss dem angepasst werden. Daher fahren die Busse ab Hauptbahnhof künftig zur Minute 15 und 45 anstatt wie bisher zur vollen und halben Stunde.
Die Verkehrsnachfrage auf dem Petrisberg steigt. Bislang verkehren dort die Sternbusse der Linie 83 Mo-Sa nur während der Geschäftszeiten (Umweg über Weidengraben) Künftig wird die Linie 85 täglich im 30/60 Min-Takt fahren . Die Linie 85 übernimmt mit kleineren Bussen die Leistungen der Gelenkbuslinie 81 zwischen Tarforst und Pluwig/Bonerath. Die Linie 86 ersetzt den heutigen Abschnitt Hbf – Nells Park der Linie 85 (wechselweise Bedienung Herzogenbuscherstr./Franz-Georg-Str.)

Am Abend war ich – zusammen mit meinem Sohn Martin, der beim Jugendtreff mitarbeitet, beim Neujahrsempfang der Evangelischen Kirche für ehrenamtliche Mitarbeiter.

Donnerstag, 16.1.2014

Viel Beifall erhielt Julia Klöckner auf dem heutigen Neujahrsempfang der CDU Kreisverbände Trier-Stadt und Trier-Saarburg. Ihre Kernaussage zur Landespolitik: Es sei netter geworden, seit Malu Dreyer Ministerpräsidentin des Landes sei, aber keinesfalls besser.

Neujahrsempfang 2014

Dienstag, 14.1.2014

Im Arbeitskreis “Sondernutzung” der Stadt Trier wurde diskutiert, wie die neue Sondernutzungs-Satzung aussehen soll. Daran nehmen Vertreter der Verwaltung, der betroffenen verbände (Einzelhandel, Gastronomie pp.) und der Stadtratsfraktionen teil. Dabei bestand in vielen Punkten Einigkeit:

Windschutzeinrichtungen zum öffentlichen Raum sollen grundsätzlich nicht mehr zulässig sein. Die Außengastronomie soll möglichst offen gestaltet werden.
Deshalb sollen Einfriedungen jeglicher Art nicht mehr erlaubt sein. Pflanzkübel dürfen eine bestimmte Größe nicht überschreiten.
Alle alle Werbeanlagen, z.B. so genannte Straßenstopper, im Einzelhandel sollen grundsätzlich verboten sein. Auch die als Werbeanlagen ausgebildeten großflächigen Speisen- und Getränke-karten sind nicht mehr zugelassen.
Die Außenmöbelierung soll möglichst einheitlich sein. Hohe Tische mit hohen Stühlen und Lounge – Möbel sind grundsätzlich möglich, aber nur wenn die Einheitlichkeit gewahrt bleibt. Stehtische sind zu Beginn des Weihnachtsmarktes und und in Monate Dezember, Januar und Februar möglich, ansonsten verboten.

Noch nicht ganz zu Ende diskutiert ist die Frage der Abstandsfläche zwischen Gastronomieterrasse und Gebäudefront.
Umstritten waren 2 Punkte.

Servicetreppen zur Bedienung aus einem Lokal-Fenster, Beispiele Kornmarkt und Domfreihof sollen nach dem Wunsch der Verwaltung aus optischen Gründen grundsätzlich verboten werden. Der Arbeitskreis empfand dies mehrheitlich als zu streng und wollte die Treppen zulassen, wenn sie nicht zu groß sind .

Terrassenheizungen als Gas-Heizpilze oder Elektro-Strahler und andere sollen verboten werden. Dies habe ich zunächst abgelehnt, schließlich sind sie sehr gemütlich und sie werden von Rauchern sehr geschätzt. Ich musste dann aber zur Kenntnis nehmen, dass diese Außen-Heizungen in einigen Städten (z.B. Teilweise Berlin, München, Köln, Hannover, Konstanz, teilw. Hamburg) aus Umweltgründen schon verboten sind, meist auf Antrag der Linken oder der Grünen. Sie sind nämlich schlimme Energieverschwender. Je nach Berechnung und Typ stoßen sie im Schnitt zwischen zwei und reichlich drei Kilogramm Kohlendioxid pro Stunde aus – je nach Betriebsdauer bis zu vier Tonnen des Klimagifts pro Jahr. Allein vier bollernde Propanstrahler belasten das Klima so, als würden dort sechs Autos mit laufenden Motoren parken.

Montag, 13.1.2014

Heute erfuhr ich, dass mein Behördenleiter Dr. Jürgen Brauer ab März neuer Generalstaatsanwalt sein wird.

Sonntag, 12.1.2014

St Michael 2014Auf dem Neujahrsempfang der Katholischen Kirchengemeinde St. Michael auf Mariahof habe ich traditionsgemäß ein Grußwort für die Evangelischen Kirchengemeinde Trier gehalten (Auf dem Foto links die beiden Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates Sabine Hammes und Elenore Müller). Anschließend bin ich zum Viehmarkt heruntergefahren. Dort bekam ich das Ende des Neujahrsempfangs der SPD Trier noch mit und konnte noch einige interessante Gespräche führen.

Freitag, 10.1.2014

Heute war der bewegende Trauergottesdienst in der Pfarrkirche Euren und anschließend die Beerdigung von Jürgen Klein Meine Frau Jutta sang zu seinen Ehren im Gottesdienst für unseren lieben, treuen freund einige bewegende Lieder.

Beerdigungen Juergen

Am Abend war dann eine Sitzung des Prebyteriums der Evangelischen Kirchengemeinde Trier.

Mittwoch, 8.1.2014

Heute habe ich an einer Sitzung des Arbeitskreises Regionalbahn Weststrecke teilgenommen.

Es ging um die Frage, an welchen Stellen die künftigen Haltepunkte erreichtet werden sollen. (19 Millionen stellt das Land für den Bau der Haltepunkt zur Verfügung, mehr allerdings auch nicht)
4 neue Haltepunkte, die zunächst errichtet werden sollen, sind unstreitig:

•Ehrang
•Pallien
•Trier-West
•Zewen

Teilweise wird von Ratsmitgliedern jedoch statt Euren ein Haltepunkt in Trier-West beim Messegelände favorisiert

Als Begründung wird in erster Linie die Nähe zum Park and Ride Platz an (Pendler nach Luxemburg) angeführt.

Nach Auffassung von Verwaltung und Land sprechen aber die besseren Gründe für einen Haltepunkt in Euren. Ein beauftragtes Fachbüro unterstützt mit ihren Untersuchungen diese Auffassung.

  • Dort soll ein P&R Platz geschaffen werden (über 1000 Plätze möglich)
  • Die Busanbindung ist besser
  • Das Fahrgastpotential ist höher (Euren wird erschlossen)
  • und vor Allem: Die Baukosten sind niedriger – für mich das entscheidende Argument

Das Konzept soll am 18.2.2014 im Stadtrat verabschiedet werden. Die Ortsbeiräte werden vorher beteiligt.

Der Haltepunkte sollen bis Dezember 2018 gebaut werden. Dann soll die Weststrecke ihren Betrieb aufnehmen. Ich glaube, es wettet niemand mit mir, dass dieses Datum völlig unrealistisch ist

Samstag, 4.1.2014

Trauer: Heute ist plötzlich und unerwartet mein langjähriger treuer Freund Jürgen Klein verstorben. Er erlitt auf der Jagd einen Herzinfarkt.

Meine letzten Worte an einen Freund:

Lieber Jürgen,

ein treuer Freund, eine Seele von Mensch, bist Du gewesen und viel zu früh bist von uns gegangen.

Ich weiß gar nicht, wann wir uns kennengelernt haben. Es ist jedenfalls über 25 Jahre her, Anfang der 90er Jahre, zu einer Zeit, als ich noch Vorsitzender des Trierer FDP Kreisverbandes war. Du bist damals zu dieser Partei gekommen, weil Du Dich politisch engagieren wolltest. Später hast Du Dich dann – wie ich – umorientiert.
Ja, ehrenamtlich engagieren wolltest Du Dich neben Deinem Beruf als Beamter der Justizvollzugsanstalt. Ein Beruf, der uns natürlich zusätzlich miteinander verband: Du warst teilweise für die Personen verantwortlich, die ich dorthin schicken musste.
Doch die richtige, feste Freundschaft entwickelte sich, als meine Frau Jutta und ich uns 1995/96 entschlossen, Karnevalsprinzenpaar zu werden.

Wir suchten noch einen Fahrer, der zuverlässig und seriös sein musste. Und Du hast Dich spontan bereit erklärt, diesen Part zu übernehmen und dafür Deinen Jahresurlaub zu opfern.
Es war eine aufregende, turbulente und erlebnisreiche Zeit.

Mit deiner unerschütterlichen Ruhe und Gelassenheit hast Du dafür gesorgt, dass alle Auftritte reibungslos geklappt haben. Und das Wichtigste: Auf Dich konnte man sich immer 100prozentig verlassen.

Wer hätte damals geahnt, dass Du Dich mit dem „Karnevalsvirus“ infiziert hattest.
Du warst von dieser Aufgabe so angetan, dass Du auch in den kommenden Jahren noch viele andere Prinzessinnen und Prinzen als Fahrer begleitet und Ihnen allen bis letztes Jahr zum „ruhenden Pol“ geworden bist. Du wurdest sozusagen zu einer festen Trierer karnevalistischen Institution.

Am 21.2.2006 schrieb der Trierische Volksfreund über Dich:

„Wenn die Narren feiern, macht einer von ihnen Extratouren: Zum Karneval nimmt sich Jürgen Klein Urlaub, setzt sich ins Auto – und sorgt für das pünktliche Erscheinen der Trierer Prinzenpaare bei Hunderten Auftritten pro Session. Der „Helm“, die Narrenkappe, liegt bereits im Ablagefach der Fahrertür. Dann noch den schwarzen Anzug angezogen und die rote Fliege zurechtgerückt, und schon ist Jürgen Klein bereit für die Straße. Seit zehn Jahren opfert der heute 53-Jährige einen nicht unerheblichen Teil seines Jahresurlaubs, um in der Karnevalssaison das Prinzenpaar der Stadt samt Gefolge – Chefadjutant und drei Hofdamen – von einem hoheitlichem Termin zum anderen zu kutschieren.“

Auch in den folgenden Jahren hast Du dieses ehrenamtliche Engagement weiter ausgeübt.
Unsere Freundschaft blieb über alle die Jahre bestehen, wenngleich wir uns auch nicht mehr ganz so oft gesehen haben.
Jedenfalls bist Du regelmäßig bei Jutta vorbeigekommen und hast mit ihr bei einer Tasse Kaffee die Neuigkeiten ausgetauscht. Wenn Du dienstlich bei der Staatsanwaltschaft warst, hast Du oft bei mir vorbeigesehen.
Es war kein leichter Beruf, den Du Dir ausgesucht hast: Es belastet die Psyche sehr, mehr als andere glauben, wenn man beruflich im Gefängnis tätig sein muss.

Du hast Dich deshalb sehr auf deinen Ruhestand gefreut. Leider hast Du ihn nur sehr kurze Zeit genießen können. Viel zu kurz!

Felsenfest standest Du im Leben. Du warst durch nichts zu erschüttern, dachten die, die Dich nicht alle Facetten von Dir kannten. Andere wussten von Deiner tiefen Sensibilität, die in Dir ruhte.

Vor ein paar Wochen hast Du mich unter einer fremden Rufnummer angerufen: Es sei nicht Beunruhigendes, Du seist wegen Herzproblemen in der Reha. Alles sei OK.
Wie wir heute wissen, war dies leider nicht der Fall!
Eine Deiner Leidenschaften war die Jagd. Im Wald, da wo Du immer Deinen inneren Frieden gefunden hast, hast Du am 4. Januar 2014 diese Erde für immer verlassen.

Wir werden Dich nicht vergessen und immer in lieber Erinnerung halten! Du wirst Jutta und mir fehlen!

Unser Mitgefühl gilt Deiner lieben Ehefrau Meggy und Deinem Sohn Nicolas mit Familie
Ruhe in Frieden, lieber Jürgen

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Ein treuer Freund, den man über Jahre kennt,
und eine Freundschaft, die man ehrlich nennt,
über die Zeit eine Selbstverständlichkeit ist,
deren wahre Größe man erst dann ermisst,
wenn man diesen Freund verliert,
und die tiefe Leere spürt.

(Thomas Albrecht – 5.1.2014)

Dienstag, 1.1.2014

Zum ersten Mal seit 23 Jahren, als unsere Tochter durch ihr frühzeitiges Erscheinen auf dieser Welt unser Leben bereicherte, aber auch verursachte, dass unsere Silvesterparty in das Herz-Jesu-Krankenhaus verlagert werden musste, haben wir ohne Kinder das neue Jahr begonnen, die diesmal alle ohne uns feierten.
Wir ließen das alte Jahr mit einem fantastischen Abendessen, zubereitet von Maître Brizin im Restaurant „Chez Claude“ in Trierweiler, ausklingen.
Ein Geheimtipp für alle, die traditionelles französisches Essen schätzen. Jean Claude Brizin beherrscht sein Metier und kreiert keinen Schnick-Schnack, sondern solides, schmackhaftes Essen, das einen für ein paar Stunden in den französischen Kochhimmel versetzt. Einfach wunderbar! Und das zu durchaus zivilen Preisen!

Nach diesem Feuerwerk für unsere Gaumen ging es zur Mariensäule, um von luftiger Höhe zu sehen, wie unsere Heimatstadt das neue Jahr begrüßt. Eine große Schar, vornehmlich jüngerer Leute aus aller Herren Länder, hatte sich dort versammelt, um sich das nächtliche Spektakel anzusehen. Tausende Feuerwerkskörper, die die Triererinnen und Trierer nach Mitternacht abfeuerten, tauchten die älteste Stadt Deutschlands in ein warmes, funkelndes Licht und erzeugten eine unbeschreibliche Atmosphäre.

Neujahsgrüße Trier1