Vorsicht vor Nebenverdienst-Angeboten im Internet!

Das Online-Banking ist sicherer geworden, war in der neusten Ausgabe einer großen Computerzeitschrift zu lesen. Ich habe da so meine Zweifel.
Das Phishing, Plündern fremder Konten durch erschlichene Zugangsdaten, muss nach wie vor sehr lukrativ sein. denn sonst gäbe es nicht so viele Anwerbeversuche zum Finanzagenten
Ich habe gerade mal in meinen Junk-Ordner von Thunderbird rein gesehen (dessen Junk-Mail-Funktion recht zuverlässig solche Mails aussortiert – nur zu empfehlen): Allein im Oktober haben ich schon 4 Mails wie die nachfolgende erhalten (Siehe auch diese interessante Sammlung solcher Mails):

Zuverlässige Partner sind die wichtigste Voraussetzung für Ihren Erfolg!
Unsere Firma Patrex Ltd braucht verantwortungsvolle Mitarbeiter im Bereich der Finanztätigkeit!
Zur Zeit brauchen wir einen Lieferungsmanager.
Anforderungen:
1. Wohnort : die USA, Deutschland, die Türkei
2. Kommunikation
3. Verantwortung
4. Der ständige Internetanschluß
5. PC Kenntnisse (Email, Microsoft World)
6. minimal 4 Stunden pro Tag frei
Das Wesentliche bei der Arbeit:
1. Geld vom Kunden bekommen
2. Weitere Geldüberweisung von unserem Mitarbeiter (gewöhnlich per Western Union, manchmal gibt es Ausnahmen)

Verdienst: 1200$ im Monat und 2 % von der Überweisungssumme, die Probezeit dauert 3 Wochen, in dieser Zeit kriegen Sie kein festes Gehalt, sondern nur % von der Überweisungssumme
Unsererseits wird gesorgt:
1. für stabile Dauerarbeit
2. Versicherung
3. Rechenschaftsbericht beim Finanzamt
4. rechtzeitige Informierung
5. Aufstiegschancen
Der Vertrag wird gewöhnlich nach der Probezeit unterzeichnet.
Nach dem Vertragsabschluss kriegt man festes Gehalt auf die Weise, die Ihnen recht ist.
Unsere Firma behandelt fair ihre Mitarbeiter und Kunden, die Arbeit mit uns wird Ihnen Spaß machen.
Wenn Sie daran interessiert sind, schicken Sie bitte Ihre Bewerbungsunterlagen an: …

Vorsicht vor solchen Offerten!
Es geht den Tätern, die unerreichbar meist in östlichen Ländern sitzen, nur darum, ein „sauberes“ Konto zu bekommen, um „abgepishtes“ Geld zu erhalten. Ein fremdes Konto wird durch die erschlichene Zugangsdaten geplündert, die Summe dann auf das Konto des angeworbenen Finanzagenten überweisen, der es dann per Western Union in ein fremdes Land weiterleiten soll. Dort es holt es dann das Mitglied der Betrüger-Bande unter Vorlage eine gefälschter Ausweispapiere ab.
Wer sich auf so etwas einlässt, ist muss nicht nur das ihm überwiesene Geld wieder zurückerstatten, denn den Kontoinhaber des Finanzagenten stellen die Ermittlungsbehörden natürlich schnell fest, er hat noch ein Ermittlungsverfahren wegen Geldwäsche (§ 261 StGB) am Hals. Was die wenigsten wissen: Nicht nur vorsätzliche, sondern auch leichtfertige Geldwäsche ist strafbar!
Die Kontoräuber im Ausland können hingegen nur in den seltensten Fällen dingfest gemacht werden.

Über Thomas Albrecht

Mitglied des Trierer Stadtrates.
Dieser Beitrag wurde unter Internet-Kriminalität veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.