Ein gelungener Neuanfang! Seit dem 5.2.2026
hat das »Fischers Maathes« in der Weberbach wiedereröffnet.
Als Chronisten der KG Heuschreck (Jutta und Thomas Albrecht: Phänomen Heuschreck: 175 Jahre trierisch • närrisch • kritisch Trier 2023) mussten wir uns das nach dem 1822 geborenen legendären Kaufmanns, Heuschreck-Büttenredners und Trierer Original benannte Lokal gleich nach der Eröffnung ansehen, zumal wir dort auch unter den Vorgänger-Pächtern regelmäßig Gäste waren.
Unseren Eindruck können wie folgt zusammenfassen: Wir waren in vollem Umfang von dem neuen Konzept, das Thomas Lohr, der ehemalige Betriebsleiter des Restaurants »Domstein«, erdacht und umgesetzt hat, überzeugt.
Das gemütliche Interieur orientiert sich nach dem bisherigen und wurde vorsichtig geschmackvoll neu gestaltet.
Die Speisekarte ist nicht überladen, abwechslungsreich und bietet für jeden Geschmack etwas: Vegetarisch (auch ein veganes Gericht), Salate, Fisch- und Fleischgericht oder etwas »für den kleinen Hunger«, alles zu angemessenen Preisen.
Ich wählte das Hähnchenbrustfilet natur auf Portweinsauce mit Rösti und Salat (22,25 €), Jutta Spaghetti mit in Bärlauch gebratenen Garnelen (27,50 €). Beides war sehr wohlschmeckend. Die Portionen nicht übergroß. Wir fanden das angemessen. Das Preis- Leistungs- Verhältnis angemessen. Zum Abschluss gönnten wir uns dann eine Mousse au Chocolate (8,50 €), was wir nicht bereut haben. Ein Genuss für die Sinne und die Augen.
Auch bei den Getränken fehlte nichts. Ich ließ mich von dem Namen »Schreckenskammer Kölsch« nicht abschrecken und genoss es. Es gibt aber auch das gute »Bitburger«. Für Weinliebhaber bot die Weinkarte alles Gewünschte.
Der Service war freundlich zurückhaltend. Besonders nett kümmerte sich der neue Chef um uns, der durch seine äußerst herzliche Aufmerksamkeit überzeugte.
Wir kommen bestimmt wieder und freuen uns, dass ein neuer, echt trierischer Stern am Trier Gastro-Himmel aufgegangen ist. Wir wünschen ihm ein langes Leben und nicht so ein trauriges Ende wie das seines Namensgebers, der sich bekanntlich in seinem Geschäft aufgehängt hatte, nachdem er zuvor die Nachricht »wegen Sterbefall geschlossen« an die Tür gehängt hatte.