Mit Vielfalt in die Zukunft

„Braucht Trier überhaupt ein Integrationskonzept – in Trier ist doch alles in Ordnung “, sei er gefragt worden, bevor er als Moderator zur heutigen Auftaktveranstaltung der Stadt Trier zur Erstellung eines Integrationskonzeptes ging. Dies bemerkte Dieter Lintz, leitender Redakteur beim Trierischen Volksfreund, zu Beginn der Konferenz, um gleich die Antwort zu geben: „Gerade deshalb ist ein solches Konzept dringend notwendig, um es gar nicht Missständen kommen zu lassen“
IHK Integration Und in der Tat: Wenn man sich gut gefüllten Saal in der IHK ansah, der auf das außerordentliche große Interesse schließen lies, war dies ein besonders positives Zeichen.
Die bemerkten auch die Gäste, Gari Pavkovic aus Stuttgart und Veronika Kabis
Beides Leiter der entsprechenden Büros, die die Integrationskonzepte der beiden Städte vorstellten.
Beiden müssen unter ganz unterschiedlichen Rahmenbedingungen handeln: Stuttgart, eine Stadt mit einem hohen Ausländeranteil, die jedoch sehr reich ist, und deshalb auch einiges Geld in diese wichtige kommunale Aufgabe stecken können. Saarbrücken hat hingegen ähnliche finanzielle Probleme wie Trier. Gleichwohl gibt es dort ein eigenes Zuwanderungs- und Integrationsbüro. Ein Konzept ist einstimmig im Stadtrat verabschiedet worden.
Gemeinsame Erkenntnis: Integration ist eine Querschnittsaufgabe, die viele Bereiche betrifft. Einer besonderen Bedeutung kommt dabei zu, das Sprachproblem zu lösen.
Wie sieht es in Trier aus? 8000 Ausländer leben in unserer Stadt, nimmt man die deutsche Zuwanderer aus Russland und solche Trierer hinzu, die einen sogenannten Migrations-Hintergrund haben, gibt es etwa 20 Prozent der , die von einem guten Integrationskonzept profitieren könnten. Das ist allerdings so falsch ausgedrückt, denn von einem solchen Konzept profitieren natürlich alle
Oberbürgermeister Klaus Jensen, der von Bürgermeister Georg Bernarding begleitet wurde, wies in seinem Begrüßungswort darauf hin, dass Integration nicht mit Assimilation bedeuten dürfte. Er kündigte an, dass in Trier ein solches Konzept in ca. 1 Jahr erstellt werden solle.
Für die Landesregierung sprach Maria Weber, Beauftrage für Migration und Integration ein Grußwort.
In vier Arbeitsgruppen gab es dann für die Besucher Gelegenheit, die Problematik zu diskutieren.

Über Thomas Albrecht

Mitglied des Trierer Stadtrates.
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8 Antworten zu Mit Vielfalt in die Zukunft

  1. augur sagt:

    Den Vortrag und die Gedanken von Gari Pavkovic fand ich sehr gut. Könnte man seinen Vortrag nicht auch hier in den Blog stellen?

  2. Faustus sagt:

    Ein überaus interessantes Konzept: Integration ohne Assimilation.

    Ich bin auf die theoretischen Ansätze gespannt, und wie das dann nachher in der Wirklichkeit aussehen wird.

    Wahrscheinlich läuft das auf die Frage hinaus, welche Bedeutung den verwendeten Fremdworte unterlegt wird.

  3. Moseljupp sagt:

    @augur

    „Stuttgart als internationale Stadt. Zur Notwendigkeit einer kommunalen Integrationspolitik in der Einwanderungsgesellschaft.“

    http://www.kupoge.de/kulturorte/artikel/kumi112_43-46.pdf

    In Vielfalt beraten: MigrantInnen als interkulturelle BeraterInnen
    Vortrag von Gari Pavkovic
    http://www.vielfalt-als-chance.de/data/downloads/webseiten/16_Tagungsdokumentation_InVielfaltberaten.pdf

  4. augur sagt:

    @ Moseljupp

    Vielen Dank!

  5. abgeschmackt sagt:

    Und „Die WELT“ zu Gast bei Thierse:

    http://www.welt.de/berlin/article1596203/Thierse_will_keinen_Markt_vor_der_Haustuer_.html#reqRSS

    Wie gut, dass wir in Trier da ganz anders sind: „Die Porta als Tor zur Welt“. Gell!?!? und die Stadtmauer haben wir auch schon längst abgerissen und die offene Stadt darauf gebaut… .

  6. abgeschmackt sagt:

    Dankeserklärung eines Eingebürgerten auch an die Trierer!!!!

    http://abgeschmackt.blog.volksfreund.de/p1602.html

  7. Faustus sagt:

    Dank an die Herren Kommentatoren. Der theoretische Ansatz ist jetzt klar:
    1. Ganztagsschule zusammen mit Stärkung der Schule gegenüber dem Elternhaus.
    2. Unterrichtung der deutschen Kinder mit Ziel größere Akzeptanz der eingewanderten Kultur.

    Vorbild: Big Melting Pot (der je nach persönlichem Standpunkt erfolgreich war oder gescheitert ist)

  8. Ferguson sagt:

    Übrigens der Sohn Ypsilanti (hessische SPD) besucht eine Privatschule und keine Multi-Kulti-, Ganztags-, Mittelpunktsschule, weil die private näher zur Ypsilanti Wohnung liegt.

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