Isch kandidiere

für den Bundestag.

Schlechter als die andern bin ich auch nicht!

Und eine Wählerin habe ich auch schon!

Die Bärbel, das ist die Frau vom Viezjupp, na dem aus dem Trierischen Volksfreund, die hat mich ja erst auf die Idee gebracht.

Sie findet mich „klasse“ stand heute im TV, weil ich so viel twittere.

Na bitte, da bin ich doch der geeignete Bundestagskandidat.

Der Jupp hat dann gemeint, ich würde viel versprechen – wie die anderen – und dann nichts halten.

Das ist natürlich gelogen.

Ich würde gar nichts versprechen! Schließlich will ich ein glaubwürdiger Kandidat sein.

Na ja, jedenfalls nicht so viel versprechen, ein bisschen schon:

Die Wirtschaft wird wieder angekurbelt werden, ohne dass es etwas kostet.

Die Menschen sollten mehr verdienen, aber dafür nicht mehr so lange und hart arbeiten müssen.

Die Steuern müssten gesenkt werden, der Staat denen mehr helfen, die es nötig haben.

Man müsste mehr für die Umwelt tun, die vielen Gesetze und Vorschriften müssten entrümpelt werden, ja, da würde ich für sorgen und die Löcher, die Löcher…

Wie komme ich auf Löcher?

„Starr doch keine Löcher in die Luft!“, höre ich es von hinten rufen. Es ist meine Ehefrau Jutta.

„Über was bist Du denn am Nachdenken?“, reißt sie mich aus meinen Träumen.

„Och“, sage ich, „Ich denke nur mal drüber nach, was ich so alles machen würde, wenn ich Bundestagsabgeordneter wäre.“

„Hör auf!“, meint meine beste Ehefrau „1. Ist es viel zu spät für eine Kandidatur, 2. Würdest Du mit Deinem Querkopf sowieso nicht aufgestellt werden und 3. Hast Du mir doch versprochen, etwas weniger Politik zu machen“.

Na ja, sie hat ja recht, also nichts mit meiner neuen Politiker-Karriere.
So schnell kann das zu Ende gehen mit einer Kandidatur. Aber die Bärbel, die ist trotzdem ne‘ ganz tolle Frau mit einem gutem Geschmack, wenn sie nur nicht mit diesem Viezjupp verheiratet wäre.

Über Thomas Albrecht

Mitglied des Trierer Stadtrates.
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