Moselfest – Missverständnis

Moselfest: Siegfried Klein vom MGV Zurlauben, Mitorganisator des Moselfestes war schier verzweifelt. Versuchte er doch angestrengt, Gutscheine für eine kostenlose Schiffsrundfahrt unters Volk zu bringen. Doch keiner der Angesprochenen, die beschenkt werden sollten, zog so richtig, keiner wollte die Gutscheine annehmen, erzählte mir Klein. Er konnte es kaum fassen. Jeder vermutete einen „Haken“ hinter der Sache. Kein Wunder: Viele waren durch zahllose angebliche„kostenlose“ Offerten, die einem heutzutage per Post, Telefon oder Internet so angeboten werden und sich nachher als teure Kostenfallen erweisen, äußerst verunsichert. Doch hier war keine Öse, kein Haken: Eine schöne Aktion der der Reederei Kolb und der Organisatoren anlässlich des Moselfestes!
Bedauerlich, wie viel Misstrauen durch skrupellose Geschäftemacher entstanden ist. Die Leidtragenden sind diejenigen, die es ehrlich meinen:
Die Folge hier: Das Schiff war nur halb voll. Ich habe das Geschenk jedenfalls dankbar angenommen. Mein kleiner Sohn und ich haben uns sehr gefreut, ein herrlicher Blick vom Schiff auf das Moselufer. Herzlichen Dank an Siegfried Klein und die Reederei Kolb.

Über Thomas Albrecht

Mitglied des Trierer Stadtrates.
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1 Antwort zu Moselfest – Missverständnis

  1. Joseph sagt:

    Hallo Herr Albrecht!

    Ich bin schon seit einiger Zeit ein Leser Ihres Blogs und finde Ihre Einträge sehr informativ.

    Ihr letzter Beitrag hat mich etwas betroffen gemacht – vor allem da ich den Siggi Klein schon kenne, seit ich laufen kann: Seit Jahrzehnten!

    In Trier sagt man: Man holt keinem die Butter vom Brot. Ich habe allerdings den Eindruck, heute ist man soweit, den Leuten nicht nur die Butter sondern das Brot gleich dazu abzunehmen. Der Siggi aber ist jemand, der einem noch von seinem eigenen Belag was auf’s Butterbrot abgeben würde!

    Nun – ich predige meiner Familie auch immer, bloß auf nichts einzugehen, ob per Telefon, im Internet oder an der Haustür. Vor Jahren hat meine Frau eine Kreuzworträtsellösung abgeschickt, seitdem treffen alle paar Wochen Briefe ein mit der Mitteilung, sie habe irgendwo den ersten, zweiten oder dritten Preis gewonnen und solle dementsprechend aktiv werden. Unserer Nachbarin, einer älteren Dame, geht es genauso. Glücklicherweise tragen sie es beide mit Humor – und denken nicht daran, drauf einzusteigen.

    Diese Dinge werden leider nicht abzustellen sein – ich habe den Eindruck, sie gehen „von ganz oben“ aus, also von da, wo sehr viel Kapital im Spiel ist. An diese Herrschaften traut sich keiner so schnell ran, auch nicht die Politik.

    Auch meine Familie hat sich auf dem Moselfest ganz gut amüsiert, trotz der heute üblichen Preise. Und natürlich auch im Nells Park. Viele Grüße auch an Ihre Familie, unbekannterweise!

    Der Mouselfeuer-Jupp

    P.S. Ich hoffe auf mehr derartige Web-Logs!

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