Routinesitzung

Routinesitzung des Dezernatsausschusses V zu Beginn des Jahres.

Große Veränderungen kündigen sich im Bereich unserer Staustufe an. Sie wird ab dem Jahre 2009 um- bzw. ausgebaut. Eine Schleusenkammer ist für den stark zunehmenden Schiffsverkehr (eines der umweltfreundlichsten Transportmittel übrigens) einfach zu wenig. Außerdem muss bei Wartungs- oder Reparaturarbeiten an einer Schleuse immer der gesamt Schiffsverkehr lahm gelegt werden. Deshalb muss jetzt eine zweite Kammer her. Es wird ein aufwändiges Projekt werden: 5 Jahre Bauzeit. Glück für Trier: Das Wasser- und Schifffahrtsamt, deren Vertreter uns die Pläne vorstellten, wird umfangreiche ökologische Ausgleichsmaßnahmen schaffen, die der Stadt Trier zugute kommen. So wird es u.a. hinter dem Sportboothafen einen neuen, Naturbelassenen Wasserlauf geben. Anfang Februar soll das Planfeststellungsverfahren in Gang gesetzt werden.

Im Baugebiet „Am Olbeschwäldchen“ (Tarforst) sind die Grundstücke verkauft. Den Käufern wurde ein „Gestaltungshandbuch“ mitgegeben. Da es darin auch zahlreiche verbindliche Festlegungen gab, wie der Traum vom Eigenheim konkret zu realisieren ist, gab es Ärger. Manche Häusle-Bauer fühlten sich zu arg in ein Korsett gezwängt. Die Richtlinien waren natürlich keine Schikane ihnen gegenüber. Die Vorgaben sollten bezwecken, dass das Gebiet einigermaßen städtebaulich geordnet errichtet wird. Wenn jeder baut, wie er will, sieht es eben nachher aus wie „Kraut und Rüben“ Jetzt wurde ein vernünftiger Kompromiss gefunden: Im Gestaltungshandbuch werden 3 Kategorien gebildet: Es gibt verbindliche Vorschrift (mit 2 Ausrufungszeichen gekennzeichnet ), die unbedingt eingehalten werden müssen, weil sie im Bebauungsplan so vorgesehen sind, Hinweise, die eingehalten werden sollten (1 Ausrufungszeichen), aber nicht unbedingt müssen und unverbindliche Tipps. Etliche Vorschriften, etwa das Verbot von Fensterkreuzen, wurden gestrichen. Ein „Beratungsteam“, bestehend aus Verwaltungsmitarbeitern und sachkundigen Architekten, hilft dem Bauherrn dabei, seinen Traum vom Eigentum so zu verwirklichen, dass er nachher auch für Außenstehende schön aussieht.

Auf Anregung von Augur habe ich nach den „Schlaglöchern“ in der Ober- und Friedhofstraße in Ehrang gefragt, die Bewohnern dort auffielen, nachdem die Straßen neu geteert wurden.. Dabei hat es sich herausgestellt, dass es keine Schlaglöcher, sondern Lücken im Teerbelag sind, die bewusst so gelassen wurden, da die Stadtwerke hier die Kanaldeckel in eigener Zuständigkeit noch anheben müssen. Warum auch immer kann dies erst im Frühjahr geschehen. Ein Ärgernis für alle, die die neu geteerten Straßen befahren müssen.

Über Thomas Albrecht

Mitglied des Trierer Stadtrates.
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8 Antworten zu Routinesitzung

  1. na, dann ist die Sache mit den Schlaglöchern ja geklärt. Finde ich gut, dass auch in unseren Blogs Informationen aus den Ausschüssen bekannt werden. Ein schöner Start ins politische Jahr in Trier.
    besten Gruß

  2. Thomas Albrecht sagt:

    @ Hans-Peter
    Danke für die Wünsche. Ich bin schon gespannt auf das politische Jahr, das ja ein sehr ruhiges werden wird, da es glücklicherweise nicht vom Wahlkampf belastet ist und uns ja einige entscheidende Veränderungen ins Haus stehen.

  3. Hans-Peter sagt:

    Ich denke auch, dass dieses Jahr endlich wieder die Realpolitik in den Vordergrund gerückt wird. Trier ist im Umbruch und ich glaube, ehemals gegensätzliche Positionen beginnen, miteinander Kompromisse zu entwickeln. Denn – angesichts der Dynamik unserer Region – besteht in vielen Bereichen akuter Handlungsbedarf. Ich nenne nur die Stichworte Verkehr, Soziales, Schulen, Denkmalschutz, Luxemburg, Konstantin, Großstadt
    Jetzt schlägt die Stunde der kompromissbereiten Pragmatiker

  4. Thomas Albrecht sagt:

    Oh, das ist ja Wink mit einem ganzen Zaun 🙂
    Im Ernst: Ich denke, der Stadtrat wird diesen Rat sicher beherzigen.

  5. realist sagt:

    Danke für die Berichterstattung, man sieht wie im Falle der Schlaglöcher, das Kommunikation und einfaches Nachfragen alles lösen kann.

  6. augur sagt:

    Lieber Herr Albrecht!

    Vielen Dank für die Nachfrage“! Es muss aber leider der „Richtige“ nachfragen, denn sowohl die (mehrfachen) Anfragen betroffener Anwohner blieben unbeantwortet oder aber wurden abgebügelt, als auch meine Mails an die Verwaltung bzw. Stadtwerke blieben ohne Reaktion.

    Die Frage des „billigen Straßenbelags“ (Zitat Verwaltung) und des viel zu groben Teers mit den vielen Lücken bleibt allerdings unbeantwortet…
    Ebenso die Lösung der um die vielen Deckel der Hydranten entstandenen Schlaglöcher.

    Wenn ich Ihre Texte in der letzten Zeit lese, so freue ich mich auch auf die (politische) Zukunft Triers! Hoffentlich bewegt sich endlich was 😉 Und wenn diese Blogs dazu beitragen, dann können der Volksfreund mit seinen Redakteuren sowie natürlich die Schreiber(innen) mächtig stolz sein!

    MfG

    Ihr augur

  7. Moseljupp sagt:

    Einen Dank an den Herrn Albrecht!
    Es wurde ja Transparenz versprochen; Sie haben sie in meinen Augen noch übertroffen!

    Wäre schön, wenn die, die’s versprcochen haben auch endlich mal nachziehen würden.

    Ichg muss ehrlich zugesetehen, dass die Tiefe Ihrer Informatinen mich überrascht hat.

    Viele Grüße an Sie und Ihre Familie zum neuen Jahr 2007!

    Der Moseljupp

  8. Thomas Albrecht sagt:

    @ alle
    Vielen Dank für die Blumen und die guten Wünsche, die ich natürlich erwidere. Ich werde mir im neuen Jahr zumindest Mühe geben.

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