Ortsbeirat tagte

Bei seiner jüngsten Sitzung am 1. September 2026 befasste sich der Ortsbeirat Mariahof unter anderem mit fehlenden Spielflächen, der Zukunft der Gemeinwesenarbeit, der Kindertagesstätte St. Michael und der Hundekotproblematik im Stadtteil.

 

EINWOHNERFRAGESTUNDE

Von dieser Möglichkeit, in unmittelbaren Kontakt mit dem Ortsbeirat zu kommen, wurde reger Gebrauch gemacht.

Zwei Bewohnerinnen des Stadtteiles kritisierten, dass es zu wenig Spielraum für Kinder auf Mariahof gäbe, und fragten nach Möglichkeiten, Verbesserungen zu erreichen.

Der Ortsbeirat wies darauf hin, dass das Pfarrheim und der dortige Jugendtreff umgestaltet werden sollten und dann für alle Jugendlichen wieder zur Verfügung stünden.

Außerdem stellte der Ortsbeirat fest, dass von zwölf als Spielplätze ausgewiesenen Flächen derzeit leider nur sechs ausgebaut seien. Man will daher mit dem zuständigen Bauträger (GBT) in Verbindung treten, um nach Abhilfemöglichkeiten zu suchen.

Wir berichteten bereits darüber: Ein weiterer Bewohner fragte nach den Zebrastreifen an der Kreuzung »Am Mariahof« neben dem Heizwerk und an der Kreuzung »Wolkerstraße«. Sie werden nicht wiederkommen. Der Fragesteller war darüber empört. Ortsvorsteher Thorsten Wollscheid verwies darauf, dass er oder der Ortsbeirat keinerlei Mitspracherecht bei dieser Frage habe. Er sagte aber zu, dass sich der Ortsbeirat noch einmal für die flächendeckende Einführung von Tempo 30 in unserem Stadtteil einsetzen werde.

GEMEINWESENARBEIT IM STADTTEIL

Die Verantwortliche für die Gemeinwesenarbeit Kerstin Katharina Vogel berichtete sodann über die Gemeinwesenarbeit in unserem Stadtteil.

Sie zeigte sich etwas enttäuscht über die geringe Rücklaufquote bei der Fragebogenaktion, die sie gestartet hatte.

Die Veranstaltung »Gemeinsam kochen um die Welt« erfreut sich großer Beliebtheit. Es werden noch Leute gesucht, die entsprechende Angebote aus ausländischen Küchen machen können. Wer Interesse hat, kann sich gerne bei Kerstin Vogel (📞 0151 67541529) melden.

Für den Winter sind wieder Glühweinabende im Stadtteiltreff geplant. Ferner wird der Karneval vorbereitet. Das designierte Prinzenpaar hat schon angefragt und wird auf Mariahof vorbeikommen.

Leider führt Marlene Bonertz ab Januar aus Altersgründen den Suppentag nicht mehr fort. Es wird DRINGEND ein Nachfolger/eine Nachfolgerin gesucht. Auch hier gilt: Bei Interesse bei Kerstin Vogel melden.

Für die Fortführung und Sicherung der bestehenden Gemeinwesenarbeit werden von der Stadt Trier die erforderlichen Mittel bereitgestellt. Diese betragen 2027 688.031,67 €, 2028 699.668,51 € und 2029 708.806,85 €. Der Ortsbeirat freute sich darüber und befürwortete deshalb einstimmig diese Mittelbereitstellung.

 

KINDERTAGESSTÄTTE ST. MICHAEL

Gilles Scholtes stellte sich dem Ortsbeirat als neuer Standortleiter vor.

Derzeit werden in der Kindertagesstätte 130 Kinder betreut, darunter zehn Kinder unter einem Jahr, wobei diese Plätze für Kinder aus der ganzen Stadt vorgehalten werden.

Je nach gebuchtem Betreuungsmodell bietet die Kita jetzt feste Öffnungs- und Betreuungszeiten an, die um 7:15 Uhr beginnen und spätestens um 16:15 Uhr enden.

Stolz erzählte er, dass die Warteliste nunmehr abgearbeitet sei.

Julia Montgomery, die erste Vorsitzende, stellte den Förderverein der kath KiTa St Michael EV vor, der allerdings noch einige Mitglieder gebrauchen könne, besteht er doch derzeit nur aus 20 Personen. Er entwickelte sich 2023 aus den Mitgliedern des Elternausschusses. Jetzt unterstützt er die Arbeit des Kindergartens, soweit es durch ehrenamtliche Arbeit möglich ist, beispielsweise durch Organisation eines gemeinsamen Grillnachmittags mit den Familien oder Erstellung eines Willkommensbriefes für neue Eltern. Am 21.11. soll ein Bingo-Abend organisiert werden.

Der Ortsbeirat beschloss dann einstimmig, der katholischen Kirchengemeinde Trier Heiligkreuz-Mariahof für die Kita St. Michael einen Zuschuss für eine neue Kletteranlage inklusive Lieferung und Montage von maximal 13.968,18 EUR bei Gesamtkosten in Höhe von 21.489,50 EUR gewähren. Der Hintergrund: Bei der Außenspielgeräteprüfung im August 2025 musste das alte Spielgerät aufgrund gravierender Mängel gesperrt werden. Da eine Reparatur des Gerätes, das mittlerweile schon abgerissen ist, nicht mehr wirtschaftlich gewesen wäre, soll ein neues angeschafft werden. (Formell muss die Entscheidung noch im Dezernatsausschuss II beschlossen werden. Das gilt jedoch als reine Formsache.)

 

MITTEILUNGEN DES ORTSVORSTEHERS

Ortsvorsteher Thorsten Wollscheid (CDU) berichtete über die Farbschmierereien an der neu aufgestellten Sitzbank an der Bushaltestelle. Wir haben über den Vorfall bereits einen Artikel veröffentlicht.

Ferner teilte er mit, dass die Arbeitsgruppe »Mattheiser Wald« wieder ins Leben gerufen wurde. Diese hat schon getagt und darauf hingewiesen, dass der Wald, der ein Naturschutzgebiet ist, möglichst geschont und nicht betreten werden sollte. Das Verlassen der Waldwege ist verboten.

Knut Hauschild (UBT) beantragte aus gegebenem Anlass, dass der Ortsbeirat bei der Verwaltung beantragen solle, den Ortsvorsteher und den Ortsbeirat künftig rechtzeitig über geplante Straßenbaumaßnahmen und Straßeninstandsetzungen zu informieren.

Die überwältigende Mehrheit des Ortsbeirates lehnte den Antrag jedoch ab (eine Ja-Stimme, zwei Enthaltungen, fünf Nein-Stimmen), da man durch einen solchen Antrag das gute Klima zwischen Verwaltung und Ortsbeirat nicht trüben wollte.

»HUNDEKOT IM STADTTEIL auf allen Grünstreifen und entlang des Rundwegs – was tun?«

Das Thema wurde auf Anregung von Ortsbeiratsmitglied Marion Barzen (Grüne) aufgegriffen. Sie beanstandete, dass überall im Ortsteil die Hinterlassenschaften von Hunden zu finden seien, was sehr störe, und regte deshalb strengere und intensivere Kontrollen durch das Ordnungsamt an. Ortsvorsteher Wollscheid wies auf die begrenzten personellen Möglichkeiten der Verwaltung hin. Zum Hintergrund: Das Liegenlassen von Hundekot wird in Rheinland-Pfalz als Ordnungswidrigkeit geahndet.

Ludwig Limburg (SPD), der Vorsitzende des Bürgerverein Mariahof schlug vor, noch weitere freundliche Hinweisschilder aufzustellen, dass der Hundekot ordnungsgemäß entsorgt werden sollte. Diese können bei ihm kostenfrei abgeholt werden.

Ganz konkret sind auch auf Mariahof Behälter aufgestellt, aus denen Hundebesitzer Beutel für den Hundekot entnehmen können. Die müssen allerdings regelmäßig betreut, d. h., die Beutel müssen nachgefüllt werden. Dies geschieht ehrenamtlich. Ortsbeiratsmitglied Andrea Ferring (CDU) hat sich bereit erklärt, diese Aufgabe für einen Behälter in der Lasinskystraße zu übernehmen. Sie beklagte, dass manche viel zu viele Beutel auf einmal entnehmen, sodass das Nachfüllen sehr viel Aufwand erfordert. Wer sich vorstellen könnte, ebenfalls einen solchen Behälter zu betreiben, möge sich bei Ortsvorsteher Thorsten Wollscheid melden.

 

ORTSTEILBUDGET 2026/2027

Das Budget wurde beraten. Unter anderem beschloss der Beirat, einen neuen Schaukasten anzuschaffen. Außerdem will man als Beitrag zur Verkehrsberuhigung für Mariahof ein eigenes Geschwindigkeitsdisplay anschaffen (Smiley-Sie-fahren-Tafel – Kosten: 3.000 EUR), wie es andere Ortsbeiräte schon praktiziert haben.

 

VERSCHIEDENES

Die nächste Sitzung des Ortsbeirates ist für den 20. Oktober terminiert. Vor der Sitzung soll das Fernheizwerk besichtigt werden.

(Autor und Fotos © 2026 Thomas Albrecht)

 

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